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EU-Drittlandexport November 2020

Anschluss ans Vorjahr
Nach elf Monaten verdeutlicht die vorläufige Jahresbilanz 2020, dass die Marktschwäche im Frühjahr aufgrund der Corona-Krise mit den Folgen eines zeitweise begrenzten Handels im EU-Binnenraum sowie mit den Drittländern, weitestgehend im Laufe des Jahres kompensiert werden konnte. Das Handelsvolumen hat sich vor allem im zweiten Halbjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr verbessern können und damit begann die Aufholjagd auf dem Milchmarkt. Preislich konnten sich die Milchprodukte ebenfalls zur Jahresmitte verbessern, obwohl der Wechselkurs des Euros gegenüber dem amerikanischen Dollar sich fortwährend verschlechtert hat. Die Währungsverluste wurden mit den anziehenden Produktpreisen von Butter, Käse und Milchpulver zusehends wettgemacht.

Die Absatzmengen von Käse erreichten, nachdem nun das Vereinigte Königreich (UK) seit Februar 2020 als EU-Drittlandstaat hinzugekommen ist, einem Wert von 1.234 Tausend Tonnen. Dies bedeutet ein Plus von 2,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wurden 28.400 Tonnen an Käse mehr in die Drittländer exportiert. Ebenfalls entwickelte sich der Absatz bei Butter, Vollmilch- und Molkenpulver sowie bei Milch und Sahne in der Handelsbilanz positiv. Das Ausfuhrvolumen von Milchfett erreichte, mit einem Plus von 17.400 Tonnen, eine Höhe von 277.000 Tonnen. In ähnlicher Größenordnung erfolgte der Verkauf von Vollmilchpulver mit einer Verbesserung von etwas mehr als 25.000 Tonnen. Somit liegt hier die Ausfuhr bei einer Höhe von 316.400 Tonnen. Molkenpulver konnte sein vorläufiges Zwischenergebnis um 42.800 Tonnen steigern, so dass laut aktuellen Zahlen über 623.000 Tonnen an Molkenpulver verkauft wurden. Dieses Milchprodukt wird inzwischen wieder rege von China importiert. Des Weiteren wurden Milch und Sahne um 7,6 Prozent mehr exportiert und erzielten damit eine Höhe von 1.354 Tausend Tonnen.

Auch wenn das Thema „Corona“ uns weiter beschäftigen wird und zusätzliche Einschränkungen nicht ausbleiben werden, wird derzeit der globale Handel mit Milchprodukten bislang nicht negativ belastet. Infolgedessen ist davon auszugehen, dass die Jahresbilanz des Drittlandexportes für 2020 sich nicht hinter dem Vorjahr verstecken muss. Bis zum Monat Dezember 2020 wird möglicherweise ein Jahresmilchäquivalent von annähernd 30 Milliarden Kilogramm Milch aus der EU „hinausgeflossen“ sein.

Anmerkung: Vergleichbarkeit der EU-Drittland-Exportstatistik
Da zum 31. Januar 2020 das Vereinigte Königreich (UK) aus der Europäischen Union ausgetreten ist, wird die Exportstatistik mit 27 EU-Staaten weitergeführt. Bedauerlicherweise wurde in der aktuellen Statistik nur begrenztes Zahlenmaterial veröffentlicht. Infolgedessen können die Werte des laufenden Kalenderjahres 2020 nur mit denen des Jahres 2019 lückenlos verglichen werden. Die Werte des Jahres 2018 wurden bei den Milchprodukten Butter/Butteröl, Kondensmilch, Molkenpulver, Milch und Sahne geschätzt.

 

EU-Drittlandexport Stand November 2020

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