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Butterpreise im Kühlregal moderat korrigiert

Der Abschluss der Kontraktverhandlungen über die Butterpreise für die kommenden zwei Monate war der Aufmacher der vergangenen 10 Tage. Und die Unlogik dieses Abschlusses wurde auch diese Woche mit den aktuellen Marktdaten nochmals vor Augen geführt: Bei abgepackter Butter wurde die Spanne an der Kemptener Börse deutlich ausgeweitet, von 3,24 - 3,34 Euro/kg vergangene Woche, auf 3,24 - 4,00 Euro/kg diese Woche. Aber die minus 56 Cent/kg als schlechtester Abschluss stehen! Auch die Blockbutter hat sich etwas erholt, im unteren Bereich wurde die Notierung von 3,25 auf 3,30 Euro/kg angehoben. Und auch der Trend bei der Entwicklung des Spotmarktes auf der Fettseite findet seine Fortsetzung, tendiert in Richtung 4 Cent/Fetteinheit. Nicht zuletzt konnten auch am Rohmilchmarkt die Preise nach Angaben von Trigona Dairy Trade, sowohl in den Niederlanden wie hierzulande und im Norden wie auch im Süden um etwa einen Cent zulegen. Und dann gab es noch die "Spielchen" des Lebensmitteleinzelhandels im Kühlregal über den finalen Endverbraucherpreis (EVP).

Die Preise wurden nach langem Abwarten und Belauern schließlich doch moderat nach unten angepasst, aber bei weitem nicht in dem Ausmaß wie die Preisrücknahme bei den Molkereien. Bei den Mischfetten wurde bereits in der zweiten Kalenderwoche der EVP von bisher 1,39 Euro/250 g auf jetzt 1,29 Euro/250 g zurückgenommen. Soweit wollte man dann aber bei der Handelsmarke der Deutschen Markenbutter nicht gehen: 1,34 Euro/kg steht nun als Preismarke.

Aber der Weg dorthin war kein zielstrebiger: Da Aldi bis Montag seinen bisherigen Verkaufspreis unverändert bei 1,39 Euro beließ, zogen am ersten Tag der Woche alle Wettbewerber nach, passten ihren EVP nach der freiwilligen Verlängerung der Mehrwertsteuerreduzierung dem Aldi-Preis an - außer Lidl, der den Preis bei 1,35 Euro/250 g belassen hat. Aldi konterte am Nachmittag des Montag und senkte seinen EVP auf 1,34 Euro/250 g. Am Dienstag folgte Norma dem Vorgehen, auch Lidl ab Mittwoch. Für alle bleibt bei einer Preisrücknahme von 20 Cent/kg aber immer noch eine ansehnliche Gewinnmarge aus dieser Preisrunde. Und dies trotz des Umstandes, dass der Handel beim letzten Kontrakt, ab November, das Preisplus von 20 Cent/kg nicht an die Konsumenten weitergeben hat. Auf geht´s in die nächste, für die Milchbauern hoffentlich "fairere"  Preisrunde.

 

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