Menü

News

123rf(c)PaulGrecaud

EU Drittlandexport Februar 2020

Bereits unter Covid-19 Einfluss
Da gegen die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen weltweit vorgegangen wird, haben auch die ersten Einschränkungen auf den nationalen und globalen Märkten ihren Einfluss gezeigt. Je nachdem, wann die hygienischen und pandemischen Verordnungen vor Ort politisch umgesetzt wurden, sind in diesen Regionen die Märkte entsprechend „heruntergefahren“ worden. Infolge dieser Handelsbeschränkungen bzw. mit dem Schließen von Grenzen, sind die Abverkäufe von Milchprodukten teilweise schon im Monat Februar 2020 zurückgegangen.

Die zweite EU-Handelsbilanz für Jahr 2020 offenbart, dass vor allem das Geschäft mit Magermilchpulver (MMP) im Drittland am stärksten Feder lassen musste. Fast 40.000 Tonnen Magermilchpulver wurde gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum weniger verkauft. Allerdings verlief die Vermarktung von Pulver im vergangenen Jahr außerordentlich rege, so dass dieser Rückgang nicht ganz so verwunderlich ist. 

 Die kumulative Januar-Februar-Bilanz 2020 befindet sich fast auf den Werten des Jahres 2018. Weitere Rückgänge, mit geringeren Prozentsätzen, sind noch bei Käse, Molkenpulver und Kondensmilch erkennbar. Noch mit positiven Exportzahlen zeigen sich die Ausfuhren von Butter und Butteröl sowie von Milch und Sahne. Bei beiden Milcherzeugnissen konnten noch Steigerungsraten in zweitstelligen Prozentbereichen erreicht werden. 

Vorausblickend, kann gesagt werden, dass das Exportvolumen des ersten Jahresquartals 2020 vermutlich nicht an das des vergleichbaren Vorjahresquartals 2019 heranreichen wird. Die gegenwärtigen Handelsbegrenzungen bleiben auch in den Monaten März und April 2020 zum größten Teil bestehen. Trotz des eigentlichen generell hohen Bedarfes an Milchprodukten, sind nur geringe Handelskapazitäten vorhanden, um diese zu decken bzw. sind immer noch die Ländergrenzen geschlossen.

Möglicherweise werden zusätzlich im März und April 2020 sich die niedrigen Rohölpreise auf die Nachfragen nach Milchprodukten der erdölexportierenden Staaten auswirken, da die gefallenen Barrel-Preise auch die Haushaltskassen dieser Staaten reduziert haben.

Anmerkung: Vergleichbarkeit der EU-Drittlandexportstatistik 
Da zum 31. Januar 2020 das Vereinigte Königreich (UK) aus der Europäischen Union ausgetreten ist, wird die Exportstatistik mit 27 EU-Staaten weitergeführt. Bedauerlicherweise wurde für die aktuelle Statistik nur begrenztes Zahlenmaterial veröffentlicht. Demzufolge kann das laufende Kalenderjahr 2020 allein mit dem Jahr 2019 entsprechend verglichen werden. Längerfristige Auswertungen sind deshalb nur mit den Werten der 28 EU-Staaten möglich. Aus diesem Grund kann es zu kleineren Abweichungen kommen, diese halten sich aber im Rahmen, da das Vereinigte Königreich eher ein Importland ist und nur sehr wenig Exporte in die Drittländer getätigt hat.

EU-Drittlandexport der Jahre 2018/2019/2020
EU-Drittlandexport 2019/2020

Zurück zur Listenansicht

Geschäftsstelle München
Geschäftsstelle Schwaben
Geschäftsstelle Nordbayern