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Milchpreis Bayern September 2021

Konventioneller Milchpreis (oGT): Vielversprechende Marktentwicklung
Während noch in der Zeit der Sommerferien, die Milchmärkte sich leicht geschwächt präsentierten und die Handelspreise der Michprodukte ebenfalls sehr statisch reagierten, befindet sich der Milchmarkt jetzt in einer sehr turbulenten Phase.

Neben dem jahreszeitlich üblichen Rückgang erreicht die Milchanlieferungsmenge außerdem die Höhe der Vorjahre nicht mehr. Dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern teilweise auch für andere EU-Staaten. Zeitgleich ziehen auf den globalen Milchmärkten der Bedarf wie auch die Preise an. Aus dieser Marktkonstellation heraus, werden von den Molkereien am freien Markt heftig Milch und Milchprodukte nachgefragt, so dass die Erlöse der sogenannten „Spotmärkte“ bei Rohmilch, Magermilch und Rahm, fast ungeahnte Werte erreichen. Allerdings ist aber bei solchen Preisen, der Mengenabruf meist begrenzt. Dennoch haben am Milchmarkt Bewegungen begonnen.

Mit den herbstlichen Temperaturen ist die Nachfrage bei allen Milchproduktsegmenten angestiegen. Zwar bestehen derzeit für einige Milchprodukte häufig noch feste Kontrakte, aber die neueren Vertragsabschlüsse von Milcherzeugnissen können sehr ansprechende Erhöhungen erreichen. Demzufolge haben sich die Auszahlungsleistungen der Molkereien verbessert. Jedoch ist diese Entwicklung noch zum Teil abhängig vom Portfolio der einzelnen Milchverarbeiter sowie von den vertraglichen Bindungen mit den Abnehmern der Milchprodukte.

Der bayerische Milchpreis für konventionelle Milch (oGT) hat nun eine Höhe von 37,7 Cent pro Kilogramm Milch erlangt. Damit erfolgte gegenüber dem Vormonat August 2021 eine Steigerung um 0,3 Cent. Demzufolge erreicht der September-Milchpreis den derzeit höchsten Wert in diesem Jahr.

Der regionale Anstieg hat sich in ähnlicher Weise fortgesetzt, wie der bayerische Durchschnittswert. In Nordbayern erhöhte sich der durchschnittliche Milchpreis um 0,1 Cent auf eine Höhe von 37,3 Cent, während in Nieder-/Oberbayern die Steigerung 0,2 Cent beträgt und der Milchpreis bei 37,8 Cent pro Kilogramm Milch liegt. In Schwaben wurde zum ersten Mal in diesem Jahr die 38-Cent-Linie erreicht. Dieser Wert wurde zuletzt am Jahresanfang 2018 erzielt. Die unterschiedlichen Verwertungen der einzelnen Molkereien auf dem Milchmarkt offenbaren sich bei den nicht so kleinen Abständen zwischen den Auszahlungspreisen der verschiedenen bayerischen Regionen. Zwischen Nordbayern und Schwaben hat sich ein Abstand von 0,4 auf 0,7 Cent entwickelt und damit die größte Spanne in diesem Jahr eingenommen.

Ökologisch/biologischer Milchpreis: Unveränderte Erlöse
Mit Beginn des Herbstes konnte sich nun auch der Markt für Bio-Milchprodukte wieder fester etablieren. Nach einer kurzen schwächeren Marktphase in der Sommerferienzeit, steigt nun der Bedarf an Bio-Milcherzeugnissen wieder an und festigt damit die Marktposition von Bio-Milch. Das etwas erhöhte Erzeugungsniveau der Bio-Milch kann infolgedessen wieder angepasster vermarktet werden. Dies ermöglicht den Bio-Milchverarbeitern ihre Auszahlungspreise unverändert zu belassen. Der Auszahlungspreis für ökologisch/biologisch erzeugte Milch bleibt deshalb gegenüber dem Vormonat unverändert bei 50,3 Cent pro Kilogramm Milch. Da zum Herbstanfang von einigen Bio-Milchverarbeitern Saisonzuschläge entrichtet werden, ist davon auszugehen, dass der Durchschnittspreis in Bayern in den nächsten Monaten nochmals ansteigen wird.

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Hinweis zur Milchpreisberechnung: Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet!) Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht).

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