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Milchpreis Bayern November 2020

Konventioneller Milchpreis: Stetige Verbesserungen
Auch im neuen Jahr 2021 wird uns wohl die Corona-Pandemie im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben noch länger beschäftigen. Der schon vorausgeahnte nun doch harte Lockdown zum Jahresübergang, könnte aber aufgrund der großen Anzahl von Feiertagen und einer verlängerten Ferienzeit, wirtschaftlich etwas milder ausfallen. Dennoch haben einzelne Wirtschaftszweige, vor allem im Gastronomie- und Hotelbereich sowie in der Tourismusbranche, herbe Ertragsausfälle zu bewältigen. Wie im Frühjahr könnten auch milchwirtschaftliche Unternehmen davon betroffen sein. Die Lage am Milchmarkt hat sich dennoch nun überwiegend stabilisiert, da ein stetiger Konsum vorhanden ist. Neben konstanten Verkaufspreisen im Inland, ziehen die Erlöse auch im Außenhandel an. Unter dieser Prämisse haben sich die Milcherzeugerpreise hierzulande fester entwickelt.

Im November 2020 sind die Milchpreisauszahlungen in Bayern für die konventionelle Milch mit oGT-Fütterung nochmals um 0,1 Cent auf 34,5 Cent pro Kilogramm Milch angestiegen. Dies entspricht genau dem Wert des Vorjahresmonats. Im Vergleich zu den Vormonaten hat sich der Anstieg allerdings etwas abgeschwächt.

Die Aufteilung der Milchpreise nach den einzelnen bayerischen Regionen, offenbart eine deutliche Konzentration um den Mittelwert. In Nordbayern erhöhte sich der Auszahlungspreis um 0,2 Cent und befindet sich nun auf einer Höhe von 34,4 Cent pro Kilogramm Milch, während in Nieder-/Oberbayern der Milchauszahlungspreis gleichgeblieben ist. Ebenfalls eine Steigerung 0,2 Cent ist im Regierungsbezirk Schwaben festzustellen. Nach der Berechnung liegt hier der Milchpreis bei 34,6 Cent pro Kilogramm Milch.

Ökologisch/Biologischer Milchpreis: Einen Cent mehr im zweiten Halbjahrs
Die Auszahlungsleistungen der bayerischen Molkereien mit ökologisch/biologischer Milchverarbeitung haben abermals zulegen können. Für den Monat November 2020 errechnet sich ein Milchpreis von 49,2 Cent pro Kilogramm Milch. Damit erhöht sich der Auszahlungspreis für ökologisch/biologische Milch um 0,2 Cent gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Wert am Anfang des zweiten Halbjahres 2020, konnte sich der Bio-Milchpreis folglich um einen Cent pro Kilogramm verbessern. Tendenziell – und dies sogar in der Corona-Krise – hat sich das Kaufinteresse bei den biologischen bzw. regionalen landwirtschaftlichen Produkten etabliert. Auch die Nachfrage nach Milchprodukten folgt ebenso diesem Trend, so dass trotz der erhöhten Anlieferungsmenge von Bio-Milch in Deutschland, die Vermarktung zufrieden stellend verläuft. Infolgedessen könnte der Jahresmilchpreis durchaus – im Gegensatz zum konventionellen Milchpreis – über den Werten des Vorjahres liegen.

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Hinweis zur Milchpreisberechnung: Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht.

Anmerkung der Redaktion: Die aggregierten Preise der konventionellen Milch können nicht mehr dargestellt werden. Zu Beginn des Kalenderjahres 2020 haben eine Vielzahl von Molkereien ihre Erfassung auf 100%ig Gentechnik freie Milch (oGT) umgestellt, so dass die verbliebenen Betriebe nicht mehr zur Auswertung der Auszahlungsleistungen (aggregiert) herangezogen werden können, da dies gegen die Bestimmungen der Kartellbehörden verstößt.

 

 

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