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Milchpreis Bayern März 2020

Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! In den Milchpreis von Molkereien mit einem geänderten Umrechnungsfaktor, muss ein Prozent mehr eingerechnet werden). Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht.

Anmerkung der Redaktion: Die aggregierten Preise der konventionellen Milch können nicht mehr dargestellt werden. Zu Beginn des neuen Kalenderjahres 2020 haben eine Vielzahl von Molkereien ihre Erfassung auf 100%ig Gentechnik freie Milch (oGT) umgestellt, so dass die verbliebenen Betriebe nicht mehr zur Auswertung der Auszahlungsleistungen (aggregiert) herangezogen werden können, da dies gegen die Bestimmungen der Kartellbehörden verstößt. Dennoch werden die Milchpreise dieser Unternehmen zeitversetzt nach Kartellvorgabe weiter dargestellt.

Konventionelle Milch: Welche Richtung wird eingeschlagen?
Der durchschnittliche bayerische Milchpreis befindet sich im März 2020 fast auf gleicher Höhe wie im zurückliegenden Monat Februar 2020. Mit 35,1 Cent pro Kilogramm erweist sich dieser annähernd als gleich, nur die mathematischen Auf- bzw. Abrundungen auf die Zehntelstelle haben letztendlich eine minimale Verbesserung herbeigeführt. Die Bandbreite der Auszahlungsleistungen in einzelnen Regierungsbezirken zeigt im März 2020 ein sehr geschlossenes Bild, so dass es nur wenige Abweichungen gegenüber dem Durchschnittswert vorhanden sind. Die Werte von Nordbayern liegen um 0,2 Cent pro Kilogramm Milch unter, Nieder-/Oberbayern und Schwaben leicht um 0,1 Cent über dem Mittelwert.

Die gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Behinderungen durch das Corona-Virus zeigen bereits schon erste Auswirkungen in der Milchwirtschaft. Dementsprechend kommt es generell in einigen Bereichen des Milchabsatzes, wie z. B. für den Export und auch beim Versand von Gastronomie-Produkten zu Einbußen, so dass die Milchverwertung hier teilweise massiv zurückgegangen ist. Demzufolge wird höchstwahrscheinlich im Monat April 2020 nicht mehr die Höhe des Märzmilchpreises zu halten sein, obwohl eigentlich die Geschäfte im Einzelhandel, Mitte März sowie bis in den April hinein, hervorragend verlaufen sind. Jedoch konnte die rege Nachfrage der deutschen Haushalte nicht ganz den Handelsschwund im Ausland und des Gastronomiegewerbes kompensieren.

Ökologisch/biologische Milch: Feste Tendenz
Ebenfalls ohne Veränderung zeigen sich die Milchpreise bei Bio-Milch im März 2020. Mit 48,3 Cent pro Kilogramm Bio-Milch liegt der bayerische Durchschnittswert auf gleicher Höhe wie bereits in den beiden Vormonaten. Obwohl das Erzeugungspotential in Deutschland bei Bio-Milch noch sehr ordentliche Zuwachsraten aufweist, lassen sich die Milchprodukte fest vermarkten. Aktuell weist nichts darauf hin, dass es zu einer Veränderung der konventionellen Milchpreise im zweiten Quartal 2020 kommen wird, abgesehen davon, dass mit den Milchpreisen bekannte Saisonzu- und -abschläge ausbezahlt werden.

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