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Milchpreis Bayern Juni 2021

Konventioneller Milchpreis (oGT): Über zwei Cent Plus
Zum Halbjahreswechsel zeigen die deutschen aber auch die globalen Milchmärkte weiter ein festes Gefüge. Dennoch konnten bei den Vertragsabschlüssen mit dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) bei den relevanten Milchprodukten nur begrenzt Erlösverbesserungen erzielt werden. Demzufolge können über die Verwertungen dieser Milcherzeugnisse vorerst keine größeren Preissprünge erwartet werden. Erweist sich die Vermarktungssubstanz bei Käse, Butter, Milchfrischprodukten sowie bei Milchpulver im zweiten Halbjahr 2021 als beständig, so besteht im diesjährigen Herbst die Hoffnung für weitere positive Marktentwicklungen.

Der Auszahlungspreis für konventionelle Milch (oGT) befindet sich im Monat Juni 2021 nun auf einer Höhe von 36,9 Cent pro Kilogramm Milch. Dies bedeutet einen Anstieg von 0,6 Cent pro Kilogramm Milch. Somit liegt die Milchpreisanpassung mit dieser Steigerung im Trend des zweiten Jahresquartals 2021. Während im ersten Jahresviertel 2021 noch eine durchschnittliche Erhöhung von 0,3 Cent pro Kilogramm Milch ermittelt wurde. Die Verbesserung von Jahresbeginn zur Jahreshälfte bedeutet nun gut zwei Cent Plus, das heißt der Milchpreis hat sich von 34,7 Cent auf 36,9 Cent pro Kilogramm Milch erhöht.

Der laufende Halbjahresmilchpreis 2021 erreicht schätzungsweise einen Wert von 35,7 Cent pro Kilogramm. Er liegt somit um 1,3 Cent über den zu vergleichenden Vorjahreswerten, auch deswegen, weil im Jahr 2020 durch die ersten Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie Marktkapriolen aufgetreten sind.

Die regionalen Preise verbleiben zusehends nahe um den bayerischem Mittelwert. Während sich in Nieder-/Oberbayern die Auszahlungsleistung um 0,7 Cent pro Kilogramm Milch erhöht hat, also exakt auf den bayerischen Durchschnittswert, steigerten sich die Milchpreise in Nordbayern um 0,5 Cent auf 36,6 Cent. In Schwaben ist die Auszahlungsleistung um 0,5 Cent auf 37,0 Cent pro Kilogramm Milch angestiegen und liegt folglich 0,1 Cent über den Juni-Mittelwert.

Ökologisch/Biologischer Milchpreis: Unverändert zur Jahresmitte
Mit zufrieden stellenden Vermarktungsoptionen sowie einer guten Nachfrage präsentiert sich der Bio-Milchmarkt. Die Bio-Milcherzeugung im Jahr 2021 hat sich gegenüber dem Vorjahr weiter erhöht. Diese Milchmenge kann aber bei den Verbrauchern ohne große Schwierigkeiten – abgesehen von den jahreszeitlichen Absatzschwankungen – gut abgesetzt werden. Dieser angeregte Vermarktungstrend ist auch bei den Auszahlungsleistungen der Molkereien zu erkennen, allerdings nicht in der Dimension wie bei den Erhöhungen der laufenden Auszahlungspreise von konventioneller Milch. Jedoch, im Gegensatz zu den konventionellen Milchpreisen, konnten sich die Erlöse im Bio-Segment im Jahr 2020 in der Höhe halten bzw. sogar leicht verbessern. Die laufende Auszahlung erhöhte sich um 0,1 Cent auf 50,3 Cent/kg Milch.

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Hinweis zur Milchpreisberechnung: Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht).

 

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