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Milchpreis Bayern Juni 2020

Milchpreis Bayern Juni 2020
Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! In den Milchpreis von Molkereien mit einem geänderten Umrechnungsfaktor, muss ein Prozent mehr eingerechnet werden). Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht.

Anmerkung der Redaktion: Die aggregierten Preise der konventionellen Milch können nicht mehr dargestellt werden. Zu Beginn des neuen Kalenderjahres 2020 haben eine Vielzahl von Molkereien ihre Erfassung auf 100% „Gentechnik freie Milch“ (oGT) umgestellt, so dass die verbliebenen Betriebe nicht mehr zur Auswertung der Auszahlungsleistungen (aggregiert) herangezogen werden können, da dies gegen die Bestimmungen der Kartellbehörden verstößt.

Optimistischer ins zweite Halbjahr?
Die Entwicklung der Märkte ist, durch die allgemeinen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, sehr negativ beeinflusst worden. Oftmals war das gesellschaftliche Leben lahmgelegt und der Handel in wichtigen Bereichen unterbunden. Auch die Milchwirtschaft in Deutschland und Bayern spürte ebenfalls diese Auswirkungen. Je nach Portfolio traf das Marktgeschehen die einzelne Molkerei mehr oder weniger schlimm. Zum Ende des ersten Quartals bis in das zweite Jahresquartal 2020 hinein, erzielten die Milchprodukte nicht mehr die Erlöse, wie zu Anfang des Kalenderjahres 2020. Im Monat April, nach dem schwachen Ostergeschäft, sanken die Auszahlungsleistungen der milchwirtschaftlichen Unternehmen im Schnitt fast um zwei Cent. Auch im Mai 2020 ging es bei den Milchpreisen mit einem ähnlichem Abstand weiter. Marktvorteile hatten, in dieser schweren Zeit, bisweilen nur die Vermarkter im Lebensmitteleinzelhandel und vor allem die Anbieter von Bio-Produkten im regionalen Segment. Im Zeitraum der Kontaktsperren, kam es bei einigen Milchprodukten, infolge von Hamsterkäufen im Lebensmitteleinzelhandel, zu einem ausgeprägten Absatz. Mit bis zu zweistelligen Prozentsätzen, wurden einzelne Milchprodukte „gehortet“.

Mitte Mai 2020 sind wieder tiefgreifende Lockerungen zugelassen worden, so dass das wirtschaftliche Leben national sowie global wieder in Schwung gekommen ist. Das Resultat waren anziehende Geschäfte und ein verbesserter Handel, auch mit Milchprodukten. Dementsprechend stabilisierten sich die Erlöse der Molkereien. Aufgrund dieser festen Milchpreise, können sogar mitunter Erhöhungen zum Ende des ersten Halbjahres 2020 möglich sein.

Die bayerischen Milchauszahlungsleistungen haben bei konventioneller und biologischer gleichermaßen ihr Niveau vom Monat Mai 2020 konstant auch im Juni behalten. Der aggregierte Milchpreis in Bayern betrug bei konventioneller (oGT-)Milch 33,4 Cent pro Kilogramm Milch (Vormonat Mai 2020: ebenfalls 33,40 Cent pro Kilogramm Milch), wobei sich die Bandbreite der einzelnen Regierungsbezirke zwischen 33,2 bis 33,6 Cent pro Kilogramm Milch befindet. Bei der Bio-Milch liegt der Durchschnittswert in Bayern auf genau 48 Cent pro Kilogramm, ein Betrag, welcher gleichzeitig auch dem Mittelwert des zweiten Quartals 2020 entspricht.

Lesen Sie mehr in der Rubrik für die Milcherzeuger > Milchpreise

 

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