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Milchpreis Bayern Juli 2021

Konventioneller Milchpreis (oGT): In kleinen Schritten über die 37 Cent-Linie
Obwohl die Unternehmen noch immer die Einschränkungen durch Corona-Pandemie erdulden müssen, konnte sich zur Jahresmitte 2021 die Gesamtwirtschaft normalisieren und hat fast wieder festen Boden unter den „Füßen“. Dementsprechend verläuft auch der Handel mit Milchprodukten etwas besser. Bedauerlicherweise können sich die Milchpreise allerdings nur in einem geringeren Umfang an die gute Vermarktungssituation anpassen. Nur in kleinen Schritten fließen seit Jahresbeginn die erreichten Erlösverbesserungen in die Milchgeldauszahlungen ein. Auch im Monat Juli 2021 haben die Auszahlungsleistungen ein Plus erreicht. Demzufolge befindet sich der bayerische Auszahlungspreis für konventionelle Milch (oGT) nun auf einer Höhe von 37,2 Cent pro Kilogramm Milch, somit erhöhte er sich um 0,3 Cent pro Kilogramm Milch. Laut den Berechnungen wurde die 37-Cent-Linie das letzte Mal im Frühjahr 2018 erreicht. Gegenüber dem Jahresstart 2021 beträgt der Abstand nun 2,5 Cent pro Kilogramm Milch.

Die regionalen konventionellen Milchpreise liegen überwiegend um den bayerischen Mittelwert. In Nieder-/Oberbayern stieg die Auszahlungsleistung um 0,3 Cent pro Kilogramm Milch an. Sie befindet sich somit bei einer Höhe von 37,2 Cent pro Kilogramm Milch und damit auf dem gleichen Wert wie der bayerische Durchschnitt. In Nordbayern erhöhte sich der Wert um 0,2 Cent auf 36,8 Cent pro Kilogramm, also um 0,4 Cent unterhalb des bayerischen Mittelwertes. In Schwaben dagegen, erzielte der durchschnittliche Milchpreis ein Plus von 0,4 Cent und übernimmt damit die derzeitige Führung im Milchpreisranking mit 37,4 Cent pro Kilogramm Milch.

Für die zukünftige Milchpreisentwicklung wird jedoch der Marktverlauf im Herbst entscheidend sein. Normalerweise sind zu dieser Jahreszeit immer gute Marktchancen für die Milchverarbeiter realisierbar. Neben einer niedrigen Milcherzeugungshöhe steigt in dieser Phase zeitgleich der Absatz an Milchprodukten national wie global an. Dennoch muss beziehungsweise sollte man die Entwicklung der Corona-Pandemie mit ihren ansteigenden Inzidenzen im Auge behalten, welche wiederum auf die Entwicklung der Wirtschaft maßgeblichen Einfluss ausüben können.

Ökologisch/biologischer Milchpreis: Überschreitung einer bedeutsamen Linie
Die Vermarktungsmöglichkeiten bleiben im gesamten Bio-Segment weiter freundlich. Während der Corona-Pandemie hat sich der Zuspruch der Verbraucher für diese Produkte sehr positiv entwickelt. Auch der Bio-Milchsektor konnte diesbezüglich davon profitieren, so dass neben einem höheren Bedarf und anziehenden Absatzvolumen, die Milchpreise stetig angestiegen sind. Zur Jahresmitte 2021 wurde erstmals die 50-Cent-Linie „geknackt“. Wie im Monat zuvor, erreicht der durchschnittliche Auszahlungspreis für ökologisch/biologische Milch im Monat Juli 2021 ein Ergebnis von 50,3 Cent pro Kilogramm Milch. Die Differenz gegenüber dem Jahresbeginn liegt nun bei 0,6 Cent pro Kilogramm Milch. Dieser Abstand könnte sich in den folgenden Monaten noch erhöhen, da bekanntlich im Herbst wieder Saisonzuschläge in die Berechnung einfließen werden.

Lesen Sie mehr in der Rubrik für die Milcherzeuger > Milchpreise

Hinweis zur Milchpreisberechnung: Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht).

 

 

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