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Milchpreis Bayern Februar 2020

Milchpreis Bayern Februar 2020
Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! In den Milchpreis von Molkereien mit einem geänderten Umrechnungsfaktor, muss ein Prozent mehr eingerechnet werden). Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht.


Anmerkung der Redaktion: Die aggregierten Preise der konventionellen Milch können nicht mehr dargestellt werden. Zu Beginn des neuen Kalenderjahres 2020 haben eine Vielzahl von Molkereien ihre Erfassung auf 100%ig Gentechnik freie Milch (oGT) umgestellt, so dass die verbliebenen Betriebe nicht mehr zur Auswertung der Auszahlungsleistungen (aggregiert) herangezogen werden können, da dies gegen die Bestimmungen der Kartellbehörden verstößt.


Erneute Verbesserung
Der durchschnittliche bayerische Milchpreis konnte auch im Monat Februar 2020 etwas an Höhe gewinnen. Im genannten Zeitraum haben, trotz heraneilender unsicherer Marktgegebenheiten, einige Molkereien ihre Auszahlungsleistungen gegenüber dem Vormonat verbessert. Die Erhöhung liegt bei knapp 0,3 Cent pro Kilogramm Milch. Damit konnte der Milchpreis in Bayern wieder die 35-Cent-Linie überschreiten. Die 35-Cent-Marke der Auszahlungsleistung für Milch mit oGT-Zuschlag, wurde zum letzten Mal im Mai 2019 übertroffen. Bei der Betrachtung des durchschnittlichen Milchpreises in den einzelnen Regierungsbezirken zeigt sich eine Spanne von 0,5 Cent pro Kilogramm Milch. In Nordbayern wurde im Schnitt ein Milchpreis von 34,8 Cent pro Kilogramm Milch und in Südbayern von 35,2 bzw. 35,2 Cent pro Kilogramm entrichtet. Der Verwertungsanteil liegt aber in allen Gebieten auf einem ähnlichen Niveau.

Wie sich die Auszahlungspreise in den kommenden Monaten entwickeln werden, ist gegenwärtig, aufgrund der pandemischen Situation in Deutschland, Europa aber auch weltweit, äußerst schlecht einzuschätzen. Während hierzulande extreme Hamstereinkäufe stattfinden und die Lebensmittelgeschäfte bei gewissen Produkten (auch vor allem Milcherzeugnisse) leergeräumt werden, legen andererseits vor allem Einkäufer aus China und anderen asiatischen Staaten durch einen eingeschränkten Transfer von Milchprodukten die internationalen Märkte lahm. Auch wenn sich ganz vereinzelt negative Marktschwankungen schon am Milchmarkt widerspiegeln, kann aber dennoch damit gerechnet werden, dass nach Aufhebung der Beschränkungen (Transfersperren, Einreiseverbot, „Personenabschottung“), der Milchmarkt einen sehr starken Nachfragesog erhalten wird und demzufolge die Verkaufspreise hinaufschnellen werden.

Weiter unverändert
Die Bio-Milchpreise konnten, im Gegensatz zur konventionellen Milchpreisentwicklung, nur ihre Position halten. Die Marktentwicklung von Bio-Milch ist zwar weiterhin von guten Absätzen geprägt, trotzdem hat das leicht erhöhte Erzeugungsniveau eine dämpfende Wirkung auf die weitere Preisentwicklung. Daher liegt im Februar 2020 in Bayern die Auszahlungsleistung von Bio-Milch bei durchschnittlich 48,10 Cent pro Kilogramm Milch. Dieser Wert hat sich somit im Vergleich zum Vormonat nicht verändert. Ob sich in nächster Zeit bei Bio-Milch Preisverbesserungen wieder umsetzen lassen, ist davon abhängig wie die Kontraktgespräche bei Frischeprodukten, Käse und Butter im Bio-Milchsegment für das 2. Quartal 2020 verhandelt werden. Die höhere Erzeugungsmenge und leider auch die Konkurrenzsituation mit den anderen EU-Staaten, fördert nicht immer die beste Ausgangslage für die Biomilch-Vermarkter.

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