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Milchpreis Bayern Dezember 2020

Konventioneller Milchpreis: Marktbefestigung – feste Erlöse
Auch im Jahr 2021 – so nach den neusten Aussagen der Politik und Virologen – wird uns das Thema Corona-Pandemie noch lange beschäftigen. Einige hygienische Maßnahmen und gesellschaftliche Beschränkungen werden nicht ohne Einfluss auf die Märkte sein.

Gegenwärtig zeichnet sich aber ab, dass sich der Milchmarkt, trotz den Pandemie-Einschränkungen, festigen konnte. Zwar gibt es einige Veränderungen in den Marktströmen, aber der Gesamtabsatz der Milchprodukte konnte seine Höhe beibehalten. Selbst zur Advents- und Weihnachtszeit sowie zum Jahreswechsel, hat der Verkauf von Milcherzeugnissen keinen Rückgang hinnehmen müssen. Die festen Erlöse der Milchprodukte haben zu stabilen oder leichten Verbesserungen der Molkereiauszahlungsleistungen geführt.

Infolgedessen haben sich im Dezember 2020 die durchschnittlichen Milchpreisauszahlungen in Bayern für konventionelle Milch mit oGT-Fütterung nicht verändert. Somit wird, mit einer Höhe von 34,5 Cent pro Kilogramm, der gleiche Wert wie im Vormonat erzielt und ebenfalls damit auch fast wieder die Höhe des Vorjahresmonats erreicht. Jedoch erlangt der durchschnittliche laufende Jahrespreis nur 34,3 Cent pro Kilogramm und liegt demzufolge um 0,8 Cent unter dem Vorjahresmittelwert (laufende Auszahlung). Diese Reduzierung wurde durch die Marktdelle, aufgrund der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020, herbeigeführt.

Die Aufteilung der Milchpreise nach den einzelnen bayerischen Regionen zeigt, dass sich die Auszahlungsleistungen weiter um den Mittelwert konzentrieren. Die Werte der verschiedenen bayerischen Regierungsbezirke bleiben ebenfalls, wie der bayerische Wert unverändert. In Nordbayern liegt der Auszahlungspreis auf einer Höhe von 34,4 Cent pro Kilogramm Milch, während nach der Berechnung in Nieder-/Oberbayern und Schwaben mit 34,6 Cent pro Kilogramm, die Preise um 0,2 Cent höher als in Nordbayern sind. Trotz der Schwankungsbreite der laufenden Milchpreise im Jahr 2020, erweisen sich die beiden Halbjahrespreise 2020 als fast identisch. Im ersten Halbjahr ergab der Mittelwert eine Höhe von 34,4 bzw. im zweiten Halbjahr wurde ein Wert von 34,1 Cent pro Kilogramm Milch erlangt.

In Anbetracht der derzeitigen Entwicklung der Märkte zu Jahresbeginn 2021, mit wenig Bewegungsprofil - außer beim Buttermarkt -, wird vermutlich vorerst die weitere Preisentwicklung im neuen Jahr in ähnlicher Größenordnung fortschreiten, wie zum Ende 2020.

Ökologisch/Biologischer Milchpreis: Nochmals eine kleine Erhöhung
Die Auszahlungsleistungen der bayerischen Molkereien mit ökologisch/biologischer Milchverarbeitung, haben sich erneut erhöht. Für den Monat Dezember 2020 errechnet sich somit ein Milchpreis von 49,3 Cent pro Kilogramm Milch. Damit steigerte sich der Auszahlungspreis für ökologisch/biologische Milch um 0,1 Cent gegenüber dem Vormonat. Der Dezember-Milchpreis befindet sich nun um einem Cent über dem Januarwert 2020. In der laufenden Auszahlungsberechnung 2020 liegt der bayerische Biomilch-Preis bei 48,4 Cent pro Kilogramm Milch und somit um 0,6 Cent höher als noch im letzten Jahr.

Dieser Trend ist ebenfalls auch bei den Halbjahresauswertungen 2020 festzustellen. Im ersten Halbjahr lag der Mittelwert noch bei 48,2 Cent pro Kilogramm Milch. Im zweiten Halbjahr ist er um einen halben Cent angestiegen und erreicht eine Höhe von 48,7 Cent pro Kilogramm.

Lesen Sie mehr in der Rubrik für die Milcherzeuger > Milchpreise


Hinweis zur Milchpreisberechnung: Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht.

Anmerkung der Redaktion: Die aggregierten Preise der konventionellen Milch können nicht mehr dargestellt werden. Zu Beginn des Kalenderjahres 2020 haben eine Vielzahl von Molkereien ihre Erfassung auf 100%ig Gentechnik freie Milch (oGT) umgestellt, so dass die verbliebenen Betriebe nicht mehr zur Auswertung der Auszahlungsleistungen (aggregiert) herangezogen werden können, da dies gegen die Bestimmungen der Kartellbehörden verstößt.
 

 

 

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