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Milchpreis Bayern August 2021

Konventioneller Milchpreis (oGT): 37-Cent-Linie überschritten
Der Milchmarkt hat während der Sommerzeit eine leichte Abschwächung erfahren müssen, da die deutschen Konsumenten wieder vermehrt ihren Urlaub im Ausland verbrachten. Insofern erfolgte bei den Milchprodukten eine preisliche Stagnation der Handelspreise, da die Preisentwicklung zur Jahresmitte und darüber hinaus stehen geblieben ist. Mit Ende der Ferienzeit und somit zum Start der Herbstgeschäfte, haben sich nun aufgrund der entsprechend niedrigen Milchmenge, die Handelspreise vor allem auf dem freien Markt für Milchprodukte verbessern können. Diese signalisieren somit für das letzte Quartal des Jahres 2021 eine gefestigte Marktposition. Die Milchpreise haben sich, angesichts dieser Signale weiter verbessern können, auch wenn sie durch die leichte Flaute im Sommer einen geringeren Anstieg erlangt haben.

Der bayerische Milchpreis für konventionelle Milch (oGT) hat nun eine Höhe von 37,4 Cent pro Kilogramm Milch erreicht. Damit erfolgte gegenüber dem Vormonat Juli 2021 eine Steigerung um 0,2 Cent. Zum letzten Mal wurde der Wert von 37,4 Cent im Frühjahr 2018 erzielt.

Der regionale Anstieg hat sich in ähnlicher Weise fortgesetzt, wie der bayerische Durchschnittswert. In Nordbayern erhöhte sich der durchschnittliche Milchpreis ebenfalls um 0,2 Cent auf eine Höhe von 37,2 Cent. Die Werte von Nieder-/Oberbayern und Schwaben erlangten ein Plus von 0,3 Cent, damit befindet sich der Durchschnittspreis bei 37,6 bzw. 37,7 Cent. Demzufolge zeigen die Abweichungen zum bayerischen Mittelwert allen Regionen fast den gleichen Abstand.

Wie die weitere Preisentwicklung ausfällt, wird darauf ankommen, wie sich der Markt im Herbst positionieren kann. Gegenwärtig präsentieren sich die Marktdaten relativ freundlich, da die Nachfrage nun im Inland wieder angestiegen ist und zeitgleich die Verarbeiter mit einer niedrigen Milchmenge konfrontiert werden. Insgesamt befindet sich das Erzeugungspotenzial im deutschen Erfassungsgebiet derzeit um gut 2 Prozent unter den Vorjahreswerten. Parallel konnten auch die Exportgeschäfte in die Drittländer wieder ausgebaut werden, so dass in der Gesamtbetrachtung eine ausgeglichene Marktkonstellation vorzufinden ist, welche normalerweise gute Bedingungen für weitere Erhöhungen der Milchproduktpreise erzeugt.

Ökologisch/biologischer Milchpreis: Auf der 50-Cent-Linie fest positioniert
Nach wie vor haben Bio-Milchprodukte eine gute Absatzposition auf dem heimischen Milchmarkt. Die Nachfrage nach Bio-Milchzeugnissen zieht, nach einer kurzen gedämpften Vermarktungsphase im Sommer, im Herbstgeschäft wieder an. Demzufolge werden vor allem die Bio-Milchfrischprodukte aber auch Käse in Bio-Milch-Qualität wieder zügiger geordert. Entsprechend diesem guten Nachfragepotenzial konnten sich auch die Milchpreise weiter festigen, obwohl die sich die Bio-Milcherzeugung, wie bereits in den vergangenen Jahren, weiter im Aufstieg befindet. Das Preisniveau beim bayerischen durchschnittlichen Bio-Milchpreis liegt zum dritten Mal in Folge unverändert auf einem Wert von 50, 3 Cent.

Womöglich könnte sich der Milchpreistrend  ebenfalls, wie im konventionellen Milchbereich, mit dem beginnenden Herbstgeschäft etwas besser positionieren. Dazu sollte das heimische Erzeugungspotenzial zu den möglichen, zwar erhöhten, Absatzchancen ausbalanciert sein.

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Hinweis zur Milchpreisberechnung: Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wertet monatlich die laufenden Auszahlungsleistungen von konventioneller Milch, ebenso von konventioneller Milch mit Fütterungsbeschränkung (GVO), sowie von ökologisch/biologischer Milch der bayerischen Molkereien, nach kartellrechtlichen Vorgaben, aggregiert aus. Zusätzlich vergleicht der VMB die durchschnittlichen Auszahlungsleistungen der Milch mit Fütterung ohne GVO in den verschiedenen Regierungsbezirken Bayerns. Die Auszahlungsbasis bezieht sich auf 4,2 % Fett, 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof. (Die unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren bei der Milchannahme von Volumenerfassung auf Kilogramm-Abrechnungspreis werden nicht bewertet! ) Aufgrund kartellrechtlicher Vorgaben, werden die Auszahlungsleistungen der einzelnen bayerischen Milchverarbeiter erst sechs Monate zeitversetzt veröffentlicht).

 

 

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