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VDM-Arbeit: Neue Leitlinie zur Aussetzung und Wiederaufnahme der Milchanlieferung

Marktarbeit Milch ist manchmal auch ein sehr trockener Vorgang, vor allem wenn es um die Umsetzung von Gesetzen und Verordnungen geht. Und unsere Milcherzeuger müssen deshalb eben nicht nur den eigenen Milchpreis und den anderer Molkereien kennen, sondern auch ihre Rechte und Pflichten, wenn wirklich bei der Milcherzeugung einmal etwas schiefgehen sollte. Dazu gehören seit langem die EU-Vorgaben (Stichwort Verordnung (EG) Nr. 853 und 854/2004!),dass sich Milcherzeuger als Lebensmittelunternehmer eigentlich um vieles selbst kümmern müssen ist bekannt. Dazu gehört auch die Verpflichtung, seine Milchanlieferung selbst auszusetzen, wenn die Rohmilch nicht den entsprechenden Anforderungen in Bezug auf Keimzahl und somatische Zellen entspricht. Nach der oben erwähnten Verordnung (EG) Nr. 853/2004 zu "spezifischen Hygienevorschriften für Lebensmittel tierischen Ursprungs" gelten als Rohmilchkriterien der Keim- und Zellzahl die Grenzwerte 100.000 Keime (bei 30 Grad Celsius pro ml bei über zwei Monate ermittelter geometrischer Mittelwert bei mindestens zwei Probenahmen je Monat) bzw. 400.000 Zellen (pro ml bei über drei Monate ermittelter geometrischer Mittelwert bei mindestens einer Probenahme je Monat). 

Und zu den Pflichten als Milcherzeuger gehört dann auch, für eine Wiederaufnahme der Milchanlieferung den Nachweis zu erbringen, dass die genannten  Kriterien für Keim- bzw. Zellzahl wieder erfüllt werden. Diese Verpflichtung ist nun mit der im Dezember 2019 in Kraft getretenen Durchführungsverordnung (EU) 2019/627 wieder gegenwärtig und vor allem aktualisiert worden.  

Um nun den Milcherzeugern wie auch den Abnehmern und Untersuchungsstellen einen rechtssicheren und bundeseinheitlichen Handlungsleitfaden zur Erbringung dieser Nachweise zur Verfügung zu stellen, hat in den vergangenen drei Monaten eine Arbeitsgruppe unter Leitung des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beauftragten Verbandes der Deutschen Milchwirtschaft e.V. (VDM) eine entsprechende Leitlinie erarbeitet, die nun sehr weit fortgeschritten ist. Bei der letzten Konferenz am 8. Juli konnte sich die Arbeitsgruppe mit Vertretern der Milcherzeuger, zu denen auch die VMB-Geschäftsführung zählte, der Molkereien, der Untersuchungsstellen und der Behörden in wesentlichen Punkten auf ein bundeseinheitliches Vorgehen einigen. Die weitere Abstimmung läuft, einer zeitnahen Veröffentlichung der Leitlinie durch den VDM e.V. wird wohl nichts mehr im Wege stehen. Der VMB, seit einigen Jahren Mitglied im VDM e.V. und durch seinen Vorsitzenden Wolfgang Scholz als einen der Vizepräsidenten auch in der Verbandsführung etabliert,  wird dann detailliert über die Änderungen und Auswirkungen für die Milcherzeuger informieren.

 

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