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(c)QM-Milch e.V.

Sitzung Fachbeirat QM-Milch

Am Montag vergangener Woche traf sich fast der komplette Fachbeirat QM-Milch zu einer weiteren Sitzung. Wegen der nach wie vor angespannten und vor allem vorab nicht kalkulierbaren Corona-Situation musste das Treffen erneut als Webkonferenz abgehalten werden. Auch Bayern war bei dieser Sitzung wieder mit der VMB-Geschäftsführung als Mitglied von QM-Milch und Regionalstelle QM-Milch vertreten; ebenso der Bayerische Bauernverband mit BBV-Milchpräsident Günther Felßner als einen von bundesweit sechs aktiven Milcherzeugern unter der Flagge des DBV, einem von vier Trägerverbänden von QM-Milch.

Die Themen im Fachbeirat waren nicht neu, sind sie doch eine konsequente Fortsetzung der seit vergangenem Jahr laufenden Initiativen und Arbeiten zur Weiterentwicklung von QM-Milch auf der Grundlage des seit Januar 2020 geltenden Standards QM-Milch 2020. Es ging also im Wesentlichen wieder um die Erweiterung der Kriterien für ein Zusatzmodul QM-Tierwohl, um die beabsichtigte Auslobung von QM-Milch mit einem eigenen Label sowie um die begleitenden "technischen" Arbeiten wie die Zertifizierungsbestimmungen für Molkereien oder auch um einen Leitfaden für die so genannten Programmkoordinatoren.

Über die Kriterien für das Zusatzmodul QM-Tierwohl konnte im Vorfeld in parallel laufenden Arbeitsgruppen (AG´s) weitgehend Einigung erzielt werden. Diese Abstimmungen für QM-Tierwohl werden in enger Koordination mit den Diskussionen um ITW Rindfleisch geführt. Beide Bereiche sind eben mindestens über die Milchkuh als spätere Schlachtkuh nicht mehr zu trennen. Die in den AG´s gefundenen Kompromisslinien bezüglich weiterer Tierwohlkriterien fanden auch im Fachbeirat Zustimmung. Offen sind dagegen noch Fragen Audit-Häufigkeit, eine für die Akteure der Erzeuger seit Beginn der Arbeiten von QM-Milch intensiv geführte Diskussion. Dabei soll an das Ergebnis bei der Abstimmung des aktuellen gültigen Standards QM-Milch 2020 erinnert werden, als man sich auf eine Risiko orientierte Audit-Häufigkeit verständigen konnte.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt muss aber festgehalten werden: Die fachlichen Fragen bezüglich der Aufnahme weiterer Kriterien liefen wie gesagt weitgehend auf einen Konsens hinaus. Allerdings, auch das sei erneut mit aller Unmissverständlichkeit erwähnt, stehen noch wichtige Entscheidungen aus: Fragen der Finanzierung bzw. Honorierung dieser zusätzlichen Tierwohlkriterien für die Tierhalter müssen geklärt werden, ebenso formale Beschlussfassungen in den dafür zuständigen Gremien getroffen werden. Auch wenn der Lebensmitteleinzelhandel nach wie vor sehr forsch und eigeninitiativ mit Informationen und Fragebögen aus den laufenden Gesprächen bei QM-Milch an die Molkereien herantritt, gilt nur der ganzheitliche Ansatz: Nur mit einer Einigung in allen Fragen inklusive der Finanzierung können die Arbeiten als abgeschlossen bewertet werden. Dabei gilt bei den Verhandlungen: Weniger Honorierung bedeuten auch weniger Tierwohlkriterien! Aus Sicht der Erzeugervertreter ist die nach wie vor offene Finanzierungsfrage eine für den Einigungsprozess aufschiebende Bedingung!

 

 

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