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(c)QM-Milch e.V.

Sitzung Fachbeirat QM-Milch

Anfang vergangener Woche tagte der Fachbeirat QM-Milch, aufgrund der bekannten Situation erneut als Webkonferenz. Seitens des VMB als Regionalstelle QM-Milch ist die VMB-Geschäftsführung in diesem Gremium vertreten. Die politische Position für die Erzeugerseite nimmt bekanntlich BBV-Milchpräsident Günther Felßner, als einer von insgesamt sechs aktiven Milcherzeugern, im Fachbeirat ein.

Aktuelle Themen in diesem Fachgremium mit Vertretern der vier Trägerverbände von QM-Milch e.V. sowie den fünf Regionalstellen, die neben den Trägerverbänden auch Mitglied im Verein QM-Milch e.V. sind, sind indirekt natürlich weiterhin die in den verschiedenen Arbeits- und Unterarbeitsgruppen von Initiative Tierwohl (ITW) Rind gefundenen (oder eben noch nicht gefundenen) Ergebnisse. Dort geht es zwar vornehmlich um die Kategorie Rindfleisch, die eben vor allem durch die Schlachtkuh nicht mehr vom Milchbereich abzukoppeln ist.

Einer der Arbeitsschwerpunkte im Fachgremium von QM-Milch liegt derzeit vor allem bei der geplanten Auslobungsfähigkeit, also dem "Labelling" eines QM-Milch-Logos auf Milchprodukten ab kommendem Jahr. Zu diesem Zweck war die Definition eines Zusatzmoduls "QM Tierwohl" notwendig, mit definierten Kriterien, die über die bekannten Punkte im aktuellen Standard QM-Milch 2020 hinausgehen. Während bei den Kriterien trotz intensiven Diskussionen wie beim Thema "Eutergesundheit" mittlerweile weitgehend Konsens besteht, kann dies bei der finanziellen Honorierung dieser Kriterien, eine unabdingbare Forderung der Erzeugerseite, beileibe noch nicht behauptet werden. Hier gehen nach Vorliegen der von objektiven und kompetenten Stellen errechneten Kostensätze die Ansichten und Positionen noch sehr weit auseinander!

Um die geplante Auslobungsfähigkeit auch technisch und organisatorisch seitens der Wirtschaft gewährleisten zu können, laufen auch diese Arbeiten, wie z.B. notwendige Infrastrukturen des Systems, oder die Zertifizierungsbestimmungen der Molkereien, zügig und zielstrebig voran. Weiterhin waren auch einige laufende Pilotprojekte wie die Schlachtbefunddaten oder das Antibiotikamonitoring Gegenstand der Diskussion. Wie bereits erwähnt, ist eine Zeitschiene zur Auslobung bis kommenden Jahres fest im Visier. Allerdings, auch das sei nochmals erwähnt, müssen sehr strittige Themen wie die Finanzierung oder auch die formale Beschlussfassung in den dafür zuständigen Gremien noch abgearbeitet werden. Und was hat die Auslobung von QM-Milch auf Milchverpackungen für einen Sinn, wird sich der ein oder andere Milcherzeuger zu Recht fragen? Damit ist vor allem gewährleistet, dass die Standards, unter denen die Milch erzeugt wird, vergleichbar sind. Ein Kriterium, das vielleicht sogar noch wichtiger ist als die manchmal regionale, aber ausländische Herkunft des Rohstoffes Milch.

 

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