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Nachgefragt: EU-Milchimport 2020

Im Zusammenhang mit den Handelsbilanzen von Milch und Milchprodukten wird der EU sehr häufig das wenig schmeichelhafte und negativ behaftete Prädikat "(zu) exportorientiert" angeheftet. Das ist auch nicht von der Hand zu weisen: Bei einem Selbstversorgungsgrad von etwa 115 Prozent müssen eben auch Milch und Milchprodukte auf den Drittlandsmärkten abgesetzt werden. Die EU tritt aber auch als Importeur auf, was jüngst Gegenstand einer Nachfrage im DBV-Fachausschuss Milch war.

Im Jahr 2020 wurden weltweit über 900 Millionen Tonnen Milchäquivalent erzeugt, davon knapp 240 Millionen Tonnen in Europa (also nicht nur in der EU!). Der internationale Handel mit Milch und Milchprodukten stieg in 2020 auf 79 Millionen Tonnen, was etwa 9 Prozent der gesamten Weltmilcherzeugung entspricht. Unangefochtener Spitzenreiter bei den Importen ist dabei die Volksrepublik China, deren fast 17 Millionen Tonnen importierte Milchprodukte haben einen Anteil von über 20 Prozent am gesamten Welthandel. Weitere nennenswerte Importeure sind mit weitem Abstand Mexiko und Russland, mit jeweils über 4 Millionen Tonnen Milchäquivalent. Danach folgen eine Reihe von Ländern aus dem nordostasiatischen und nordafrikanischen Raum, mit Importmengen von jeweils etwa 2 Millionen Tonnen. "Und wo liegt dann die EU?"  wurde nachgefragt. Die AMI konnte im Nachgang, mit Bezug auf die jüngst von der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) veröffentlichten Zahlen, freundlicherweise aufklären. Demnach stehen für die EU im Jahr 2020 etwa 1,2 Millionen Tonnen Milchäquivalent als Importmenge zu Buche. Damit liegt die gesamte EU im Ranking nicht unter den TOP 15.

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