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Milchprüfring Bayern e.V.: Fachliche und personelle Transformation!

Der Milchprüfring Bayern e.V. (MPR) hätte eine "Transformation", also einen grundlegenden Wandel, nun wirklich nicht nötig. Leistet er doch seit Jahrzehnten für die bayerische Milchwirtschaft als staatlich beauftragtes bzw. beliehenes Unternehmen des Landes Bayern zur Durchführung der Milch-Güteverordnung, für das Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung Bayern e.V. (LKV) bei der Untersuchung der MLP-Proben und auch über seine Töchter als Dienstleister für Milcherzeuger, Molkereien und weitere Akteure allseits anerkannt, hervorragende Arbeit. Dazu hat sich der Milchprüfring durch seine bekannt engmaschige Logistik auch zur Unterstützung von Initiativen im Umfeld der Milchbranche bewährt. Erinnert sei nur an den Transfer der BVD-Proben. Und wenn es international um sich ändernde Erfordernisse des Umfeldes und um notwendige Weiterentwicklungen von Analysemethoden geht, ist der Milchprüfring Bayern e.V. immer ein gefragter Ansprechpartner! In diesem Jahr stehen aber Neuerungen und Änderungen an, die in jeder Hinsicht wirklich einen gravierenden Einschnitt bei dieser bewährten Selbsthilfeeinrichtung darstellen. Dies wurde bei der letzten Mitgliederversammlung des MPR am 17. Juni in Wolnzach überdeutlich. Wolfgang Scholz hat als Vorsitzender des Verbandes der Milcherzeuger Bayern e. V., als einer von derzeit acht Mitgliedsorganisationen, teilgenommen.

Wie der VMB selbst in den vergangenen 12 Monaten mehrmals ausführlich berichtet hat, tritt nun am 1. Juli 2021 die neue Rohmilchgüteverordung (RohmilchGütV) in Kraft. Bereits vor einem Jahr wurde in Bayern nach Abstimmung aller Milchakteure die Einführung des sensitiveren Hemmstofftests (BRT hi-sense) vorgezogen. Für den MPR selbst ändert sich jetzt der Status dahingehend, dass er eben nicht mehr wie bisher vom Land Bayern zur Durchführung der RohmilchGütV beauftragt wird, sondern fortan als Dienstleister für die Molkereien auftritt. Diese Transformation scheint zumindest problemlos zu funktionieren, denn alle Molkereien haben nach gegenwärtigem Stand unter den abgestimmten Bedingungen Dienstleistungsverträge mit dem MPR abgeschlossen. Auch darüber wurde vom VMB informiert: Die primäre Verantwortung zur Durchführung der RohmilchGütV liegt ab 1. Juli 2021 bei den Molkereien. Stichwort Verantwortung: "Wie im richtigen Leben" sollte auch diese Verschiebung der Koordinaten nicht dazu führen, dass einzelne Akteure weniger verantwortungsvoll mit ihrer neuen Verantwortung umgehen oder mehr "Rechte" einfordern. Am Ende des Tages geht es bei der Arbeit des Milchprüfring Bayern weiter darum, zuverlässige, für Erzeuger und auch Molkereien plausible, von außen nicht angreifbare Analyseergebnisse zu liefern, die das unbestritten hohe Image der Milch bezüglich ihrer Produktqualität bewahren. Und Verantwortung hin oder her: Die Milcherzeuger als letztes Glied der Kette werden immer die Kosten für die Durchführung der Analysen zu tragen haben.

Aber auch personell wird es gravierende Änderungen geben: Bereits zum kommenden 30. Juni wird Dr. Johann Meier, seit 2014 einer von drei Vorständen beim Milchprüfring, dieses Gremium verlassen, da er durch sein Ausscheiden bei den Stegmann Emmentaler Käsereien GmbH nicht mehr als Vertreter des Verbandes der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft (VBPM) fungieren kann. Ebenfalls zu Ende geht eine Ära mit dem altersbedingten Ausscheiden von Dr. Karl Kunz, jahrzehntelanger Geschäftsführer der Milchwerke Ingolstadt-Thalmässing eG, zum Jahresende. Bereits seit Januar 1996 war Dr. Kunz für den Genossenschaftsverband Bayern (GVB) im Vorstand des Milchprüfrings vertreten. Und auch das international bestens vernetzte geistige Hirn des Milchprüfring Bayern, Geschäftsführer Dr. Christian Baumgartner, verlässt zum Ende des Jahres nach dann 26 Jahren verantwortungsvoller und sehr weitsichtiger Führungsverantwortung den Milchprüfring. Die Transformation beim Milchprüfring Bayern ist also in vollem Gange, viel Verantwortung für die Nachfolger*innen! Vieles wird zumindest anders!

 

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