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Milchpreise Österreich: Konventionell vergleichbar, große Differenz bei Biomilch

Vergangene Woche hat der Verband der Milcherzeuger Bayern e.V. (VMB) über die bayerischen Milchpreise für den Monat Januar 2020 berichten können, die Mitte Februar von den Molkereien für konventionelle Milch (mit Fütterung ohne Gentechnik) und für biologisch/ökologisch erzeugte Milch an die Milchbauern ausbezahlt wurden. Für die konventionell erzeugte Milch wurden dabei 34,8 Cent/kg ausgewiesen, ein Plus von 0,2 Cent/kg zum Vormonat. Bei der Biomilch verblieb der Milchpreis bei 48,1 Cent/kg (Zahlen jeweils bei 4,2 % Fett/3,4 % Eiweiß, netto). Erstmals hat der VMB vor allem aus kartellrechtlichen Gründen darauf verzichten müssen, die Preise für konventionell erzeugte Milch auszuweisen. Diese spielt mengenmäßig in Bayern kaum noch eine Rolle.

Beim Blick über die Grenze ins Nachbarland Österreich hat sich nach Angaben der Agrarmarkt Austria (AMA) für den Monat Dezember bereits eine leichte Erhöhung des Milchpreises ausweisen lassen. Bekanntlich veröffentlichen die Nachbarn auch einen Milchpreis "über alle Qualitäten", also für GVO-frei erzeugte konventionelle Milch zusammen mit der Bio- und Heumilch, ebenfalls auf der  Basis 4,2 % Fett/3,4 % Eiweiß, netto. Das Niveau "über alle Qualitäten" lag im Dezember bei 36,42 Cent/kg. Für die GVO-freie Milch wurden 33,81 Cent/kg, bezahlt, für Biomilch erhielten die österreichischen Milchbauern 43,61 Cent/kg. Somit betrug der Preisvorsprung Bayerns bei GVO-freier konventioneller Milch knapp 1 Cent, bei Biomilch aber immer noch beachtliche 4,49 Cent/kg. Gerade auf die doch große Preisdifferenz bei Biomilch kann angesichts des bekannt umfangreichen Handels von Biomilch, vor allem auch Konsummilch, über die Grenzen hinweg nicht oft genug hingewiesen werden. Wenn politisch eine Erhöhung des Bioanteils gefordert wird, die Nachfrage aber - trotz deutlicher Steigerungen - nicht standhalten kann, droht dies unweigerlich auch den Biomilchpreis negativ zu beeinflussen. Gerade im Umfeld der am Wochenende zu Ende gegangenen BIOFACH hatte man den Eindruck, dass neben der Politik auch der ein oder andere Vertreter von Anbauverbänden mehr die durchaus erfreulichen Steigerungsraten und Umsätze im Sinn hatte als die marktkonforme und somit preisstabilisierende Erzeugung.

Markt- und Preisentwicklung für Rohmilch in Österreich:
Nach ersten Schätzungen der AMA dürfte der Milchpreis "über alle Qualitäten" für Januar 2020 bei etwa 37,5 Cent/kg liegen, ein Plus von etwa 1 Cent. Hintergrund ist, dass einige namhafte und gewichtige Molkereien eine Milchpreiserhöhung angekündigt haben. Auch im Nachbarland passt die Tendenz!

 

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