Menü

News

123(c)Luca Bertolli

Milchmarktbericht

Kontroverse Marktentwicklung
Noch verläuft die Milcherzeugung in ihrer saisonal rückläufigen Abwärtsbewegung. Allerdings liegt das Erzeugungsniveau weiter teilweise erheblich unter den Vorjahreswerten. Laut aktueller Bilanz für den Monat August, haben in Deutschland die Milcherzeuger 1,2 Prozent weniger konventionelle Milch erzeugt. Bei der Berechnung mit dem „alten Umrechnungsfaktor“, würde der Abstand gegenüber dem vergangenen Jahr noch etwas höher ausfallen. Das gegenwärtige Erzeugungspotenzial schränkt daher die Verfügbarkeit der Milch ein, so dass die Molkereien bei der Herstellung ihrer Milcherzeugnisse optimiert vorangehen müssen. Die Absatzsituation der Milchprodukte konnte sich verbessern und weist weiter in allen wichtigen Produktsegmenten eine gute Nachfrage auf. Die Verkaufsmöglichkeiten für den Export bleiben auf einem guten Niveau. Im Milchpulverbereich lassen sich weiterhin, bei sehr festen Konditionen, gute Geschäfte im In- und Ausland abwickeln.

Milchfett: Unterstützung aus den Lagerbeständen
Aufgrund der herbstlichen Temperaturen gestaltet sich die Vermarktung von Milchfett sehr freundlich. Vor allem im Buttersegment ist ein hohes Absatzniveau festzustellen. Da derzeit das niedrige Milchaufkommen, mit gleichzeitig auch geringeren Milchinhaltsstoffen, die Menge an Milchfett etwas einschränkt, werden bei der Butter-Stückware gegenwärtig nur bestehende Kontrakte bedient. Ebenfalls bleibt die Angebotsseite bei der Blockbutter weiterhin sehr knapp, so dass wenig Ware für den Markt vorhanden ist. Um diese Situation auszugleichen werden inzwischen größere Mengen, aus den im Frühjahr aufgebauten Lagerbeständen, abgerufen. Je nach Konstellation der Konditionen sind die Preise bei Stückware noch in einer festen Position, mit wenig Spielraum nach oben. Andererseits haben sich, ähnlich wie die Erlöse bei Sahne, die Handelspreise bei Blockbutter sehr erhöht und liegen demzufolge über dem durchschnittlichen Preis der geformten Ware.

Hartkäse: Gutes Absatzniveau
Der Verkauf von Hartkäse, in Allgäuer Emmentaler sowie von Viereck Qualität, erfolgt weiterhin auf einer sehr ansprechenden Höhe. Entsprechend werden, neben dem Absatz im Großhandel, auch vor allem aus dem Lebensmitteleinzelhandel ein zügiger Abruf der 400-gr-Stücke, Hartkäse-Scheiben oder der Stiftelware gemeldet. Das Exportniveau bleibt ebenfalls auf einem zufriedenstellenden Stand. Die Preisentwicklung kann sich, durch das angepasste Angebot mit einhergehender guter Nachfrage, fester präsentieren, so dass in den kommenden Wochen auch Preiserhöhungen nicht mehr ausgeschlossen werden können.

Schnittkäse: Anziehende Umsatzentwicklung
Wie in den vergangenen Monaten, bleibt noch immer der Verkauf von Schnittkäse auf einer sehr freundlichen und ausgeglichenen Marktkonstellation. Durch das Kaufinteresse aus dem Lebensmitteleinzelhandel, den Bestellungen des Großhandels wie auch dem Bedarf aus der Gastronomie und den Kantinen, verfügt die Nachfrage wieder über eine jahreszeitlich übliche Höhe. Da auch hier das derzeit niedrige Milchaufkommen zu Produktionsminderungen geführt hat, ist es für die Hersteller von Schnittkäse entsprechend etwas schwieriger geworden, immer bedarfsgerecht Ware zur Verfügung zu stellen. Zeitgleich gehen auch die Außenhandelsgeschäfte freundlich voran, so dass die Preisentwicklung bei Schnittkäse sich angeregt gestaltet und je nach vertraglichen Vereinbarungen, bei Neuabschlüssen Preiserhöhungen durchzusetzen sind.

Bitte klicken Sie hier um die komplette Notierung zu lesen!

Notierungen

Zurück zur Listenansicht

Geschäftsstelle München
Geschäftsstelle Schwaben
Geschäftsstelle Nordbayern