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Milchmarktbericht

Angespannte Lage
Der saisonale Rückgang der Milchanlieferung in Deutschland bleibt weiter bestehen. Immer noch liegt die Milchmenge sehr deutlich unter dem Vorjahresniveau. Aus diesem Grunde offenbart sich die Lage auf dem Milchmarkt als etwas angespannt. Infolge der guten inländischen Absatzmöglichkeiten bei Käse, Butter und den Milchfrischprodukten sowie einem regen Außenhandel, kann die derzeit niedrige Milcherzeugungsmenge die Verarbeitungswünsche nicht immer ausreichend decken. Angesichts dieser Situation zeigen die Preise derzeit auf dem Spotmarkt eine hitzige Ausrichtung, vor allem bei Rohmilch und im Rahmbereich. Die Vermarktung im Milchpulversegment weist ebenfalls einen guten Absatz auf, bei leicht anziehenden Erlösen.

Milchfett: Kaufinteresse vorhanden
Jahreszeitlich betrachtet, ist das Kaufinteresse bei Butter sehr ansprechend geworden. Trotz angeregter Vermarktungsmöglichkeiten, dämpfen die anziehenden Preise für Rahm stellenweise die Nachfragewünsche, vor allem im Blockbereich. Dabei ist eine mehr oder weniger abwartende Haltung zu beobachten. Teilweise haben die Weiterverarbeiter die erhöhten Blockbutterpreise nicht immer in ihren Kalkulationen berücksichtigt. Noch fest kontrahierte Partien, vor allem aus dem Bereich der geformten Ware, werden dagegen zügig geordert. Da Rahm von den Verarbeitern weiterhin gesucht wird, legen die Preise der Fetteinheiten noch zu, so dass Preiserhöhungen für Butter generell nicht auszuschließen sind.

Hartkäse: Preisverbesserungen möglich
Wie zu erwarten gewesen ist, nimmt mit beginnendem Herbstgeschäft der Verkauf von Hartkäse weiter zu, so dass sich die Abrufrate aus dem Großhandel wie auch aus dem Lebensmitteleinzelhandel als sehr freundlich präsentiert. Weil gleichzeitig auf dem Käsesektor ebenfalls die Verfügbarkeit der Rohmilch begrenzt ist, da die Rohmilch-Anbieter zu den besseren Verwertungen tendieren, hat sich die Hartkäseproduktion etwas verringert. Infolgedessen ist die Substanz für eine Erlösverbesserung gelegt. Überdies werden die Hartkäse-Hersteller durch die guten Absatzmöglichkeiten im Ausland unterstützt.

Schnittkäse: Ausgedehnter Absatz
Die Vermarktung von Schnittkäse verläuft noch immer auf einem sehr ansprechenden Niveau. Neben dem Inlandsbereich weist auch der Export eine gute Geschäftsbasis auf. Die Vermarktung von Edamer und Gouda wie auch von den Schnittkäse-Spezialitäten wird weiterhin ausgebaut, stößt aber allmählich wegen der reduzierten Milchanlieferungsmenge an ihre Grenzen. Angesichts dieser Ausgangssituation werden derzeit bei den Preisgesprächen deutlich Erhöhungen debattiert. Dies könnte zu Beginn des vierten Quartals 2021 sich im Lebensmitteleinzelhandel auch auf die Verkaufspreise auswirken.

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