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Milchmarktbericht

In der Sommerpause
Die Milcherzeugung in Deutschland nimmt weiter ihren klassischen saisonalen Verlauf auf. Gegenüber der gegangenen Woche reduziert sich somit in der Berichtswoche abermals die Milchabgabe. Im Vergleich zur vorjährigen Milchmenge liegt das derzeitige Erzeugungsniveau ebenfalls unter den damals erreichten Werten. Wie erwartet, hat sich die Absatzsituation der Milchprodukte in Deutschland, durch die Schulferien in einigen größeren und bevölkerungsreichen Bundesländern, allgemein etwas eingeschränkt. Infolgedessen wurden Butter, Käse und Milchfrischprodukte, obwohl die Witterung verhältnismäßig freundlich gewesen ist, weniger nachgefragt. Andererseits zeigen die Exportgeschäfte weiterhin einen erfreulichen Verkaufstrend. Aus der Kombination von einem normalen Inlandsabsatz und einem angeregten Export, lassen sich doch feste Erlöse erzielen. Angesichts der Jahreszeit, ist der Handel mit Milchpulver, zwar bei festen Konditionen, etwas ruhiger geworden.

Milchfett: Konsum durch die Sommerferien geprägt
Die Lockerungen der Pandemievorgaben hat die Reiselust der deutschen Bevölkerung wieder aktiviert. Aufgrund der Sommerferien in mehreren Bundesländern, reduzierte sich der Verbrauch von Milchfett gegenüber der Vorwoche teils heftig. Butter-Stückware wie auch die Blockbutter wurden demzufolge nur in einem geringeren Umfang abgerufen. Allerdings bleibt bei Rahm die Fettverwertung auf einem sehr guten Niveau, da die sommerlichen Temperaturen den Verzehr von Eiskrem stimulieren und dadurch den Abruf an Rahm erhöhen. Infolge der rückläufigen Milchanlieferungsmenge sowie auch aufgrund der jahreszeitlich üblichen niedrigen Inhaltstoffe in der Anlieferungsmilch, erweist sich die Marktsituation, vor allem bei der Angebotsmenge von Milchfett, als sehr ausgeglichen. Somit konnten sich Anfang Juli 2021 die Preise für Milchfett weiter fest etablieren.

Hartkäse: Freundliche Absatzstimmung
Generell konnte sich die Vermarktung von Käse, trotz der Ferienzeit in Deutschland, auf dem heimischen Markt relativ gut entwickeln. Vor allem vom Lebensmitteleinzelhandel werden weiterhin noch gute Mengen an Hartkäse geordert. Die Verkaufssituation zeigt sich deshalb für Allgäuer Emmentaler Qualität wie auch für die Emmentaler Viereckhartkäse als zufriedenstellend. Angesichts dieser Marktlage und auch wegen einem guten Export können die Preise auf eine feste Basis aufbauen.

Schnittkäse: Guter Absatz in die Urlaubsregionen
Der Verkauf von Schnittkäse bleibt weiterhin auf einem für die Jahreszeit zufriedenstellenden Niveau. Im Inland werden immer noch gute Mengen vor allem über den Lebensmitteleinzelhandel aber inzwischen auch über den Großhandel geordert. Diese Vermarktungen entwickeln sich parallel zum positiven Exportgeschehen. In einigen Urlaubsregionen, vor allem im Mittelmeerraum, werden aufgrund der neu belebten Urlaubsströme aus den verschiedenen EU-Staaten, vorzugsweise aus Deutschland, mehr Schnittkäse geordert. Das erfreuliche Absatzniveau sowie eine angepasste Erzeugungshöhe verschafft den Schnittkäseherstellern, zwar ein festes Preisniveau, jedoch sind die zu erwartenden Preiserhöhungen, welche durch die derzeitigen Marktparameter durchaus möglich wären, nicht zu erkennen.

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