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Milchmarktbericht

Ferienzeit mit normalem Geschäftsverlauf
Die Milchanlieferung in Deutschland bleibt weiterhin bei ihrem saisonalen Rückgang und pendelt dabei leicht über dem Vorjahresniveau. Die Vermarktung der Milchprodukte wird derzeit, bedingt durch die Corona-Krise, nicht sehr von der Ferien- und Urlaubszeit geprägt. Allerdings ist die Nachfrage im Inland nach Butter, Käse und auch nach den Milchfrischprodukten für die Jahreszeit höher, als in den vergangenen Jahren. Ebenfalls konnten gute Geschäfte im Ausland getätigt werden. Infolgedessen erweist sich das Preisniveau allgemein als gefestigter. Die Milchpulverumsätze dagegen, zeigen sich doch ferienbestimmt. Milchpulver geht bei stabilen Konditionen, in niedrigerem Umfang in den Markt.

Butter: Gutes Handelsvolumen
Normalerweise würden in dieser Jahreszeit die Umsätze bei Butter auf den niedrigsten Stand des Jahres fallen. Bedingt durch die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie und einer deshalb reiseeingeschränkten Bevölkerung in Deutschland, verbesserte sich im Inland das Handelsvolumen von Butter gegenüber dem Vorjahr. Hier zeigt sich doch, dass die Mehrheit der Verbraucher die Ferien- bzw. Sommerzeit im eigenen Lande verbringen. Die Blockbuttergeschäfte verlaufen dagegen ruhiger. Dennoch kann hier möglicherweise, kurz vor Herbstbeginn, mit einem Nachfrageschub gerechnet werden. Die warmen Temperaturen verschaffen der Fettverwertung weiterhin einen Aufschwung bei Rahm und Sahne für die Eiskremindustrie. Durch diese Marktbedingungen lassen sich feste Fettpreise nennen.

Hartkäse: Wenig Impulse
Die Vermarktung von Hartkäse wird in dieser Jahreszeit oftmals von kleinen Nachfrageimpulsen geprägt. In diesem Corona-Jahr offenbart sich die Verbrauchernachfrage auch in den Schulferien als ruhiger. Auch der Abverkauf für die Volksfeste, von denen fast alle abgesagt wurden, erwies sich bei Hartkäse in Allgäuer Emmentaler Qualität als sehr eingeschränkt. Ebenso zeigt sich die Nachfrage für den Export von einer sehr abwartenden Seite. Das Preisgefüge hat sich aber dennoch weiter festigen können, da die verbesserten Absätze im Lebensmitteleinzelhandel mitunter stützend gewirkt haben.

Schnittkäse: Reger Abverkauf
Das Handelsinteresse bei Schnittkäse erweist sich, im Vergleich zu den anderen Käsesegmenten, als sehr ansprechend. Während im Lebensmitteleinzelhandel und auch inzwischen vom Großhandel im Inland, gute Mengen geordert werden, befinden sich zugleich auch die Aufträge für den Export auf einem hohen Niveau. Da die deutschen Verbraucher überwiegend zu Hause geblieben sind, bzw. im Inland Urlaub machen, konnte hier der Absatz ausgebaut werden. Die Ausfuhr verläuft, entgegen dem erwartenden Trend von geringeren Urlauberzahlen, weiterhin gut, da anscheinend doch in einigen Regionen im Mittelmeerraum offensichtlich die Zahlen der Feriengäste wieder zugenommen haben. Die gute Absatzsituation verschafft dem Schnittkäsemarkt eine feste Vermarktungsposition, so dass mitunter in nächster Zeit auch Preisverbesserungen möglich sein könnten.

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