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Milchmarktbericht

Keine leichte Zeit!
Das Milcherzeugungsniveau, welches in den letzten Wochen relativ stark angewachsen ist, erfährt nun schon seit über vierzehn Tagen eine gewisse Stagnation. Demzufolge liegt die Vermutung nahe, dass der saisonale Höhepunkt weitestgehend erreicht worden ist. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt allerdings annährend zwei Prozent. Die Marktentwicklung auf dem Milchmarkt wird durch die aktuelle Corona-Pandemie sehr negativ aber auch etwas positiv beeinflusst. Gegenwärtig ist es für Milchvermarkter keine leichte Zeit, Waren optimal zu vermarkten. Zwar laufen einerseits im Inland noch relativ gute Warenströme, weil sich die Verbraucher mit Butter, Käse und auch Milchfrischprodukten eindecken. Anderseits sind die Exporte von Milchprodukten in die Mittelmeer-Anrainerstaaten wie auch in die Drittländer teilweise zum Erliegen gekommen. Folglich bleiben die Inlandpreise weitestgehend fest. Die Erlöse im Pulverbereich, erweisen sich allerdings als stark rückläufig.

Butter: Stückware profitiert von Hamsterkäufen
Wie bereits in den letzten Wochen, zeigen die Absatzzahlen von geformter Markenbutter weiterhin ein sehr hohes Niveau. Im Verlauf des zurückliegenden Monat März, haben die Bedarfsmengen stetig zugenommen und befinden sich nun auf einer sehr anspruchsvollen Position. Dagegen verläuft das Geschäft mit Butter-Blockware eher im verhaltenen Bereich. Dies ist auch einerseits verständlich, da momentan die Großabnehmer wie auch die Weiterverarbeiter ihre Produktion teils erheblich drosseln mussten. Durch den hohen Bedarf an Butter-Stückware konnten sich auch die Rahm- und Sahnepreise wieder festigen. Infolgedessen ist es durchaus möglich, dass für den Monat April 2020 im Lebensmitteleinzelhandel Preisverbesserungen umzusetzen sind.

Hartkäse: Wenige Geschäfte
Im Gegensatz zum Fettbereich, zeigen im Großhandel sich die verkauften Mengen von Hartkäse als sehr geringfügig. Allgäuer Emmentaler Rundlaibe sowie die Blockware werden mehr oder weniger nur sporadisch abgerufen. Gleichzeitig ist auch offensichtlich, dass ausländischen Handelsbeziehungen im Großen und Ganzen auf Eis gelegt worden sind. Die inländischen Verkäufe an die Discounter bzw. von Blockware an den weiterverarbeitenden Bereich, bleiben noch in erfreulicher Ausrichtung. Aufgrund dieser Marktkonstellationen lassen sich noch feste Preise erzielen.

Schnittkäse: Überwiegend guter Geschäftsverlauf
Während im Großhandel und im Gastronomiegewerbe der Schnittkäseabsatz sehr unbedeutend geworden ist, sind es immer noch hohe Mengen an Edamer, Gouda und Tilsiter, die von den Discountern freundlich geordert werden. Die gute Nachfrage bei Schnittkäse kann durch die „Quarantänebestimmungen“ für die privaten Haushalte begründet werden. Da ein reges Kaufinteresse für länger haltebare Milchprodukte  auch weiter zu erwarten ist, konnten aufgrund dieser freundlichen Geschäftsentwicklung feste Preise genannt werden. Der Exportabsatz hat sich dagegen zumeist auf ein Minimum reduziert. Diese Marktsituation wird sich, angesichts der bestehenden Handelsbeschränkungen, auch in den nächsten Wochen nicht groß verbessern. Die Exporterlöse bleiben dennoch unverändert.

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