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Milchmarktbericht

Das Erzeugungsniveau bei Milch in Deutschland hat schon fast die Saisonspitze erklommen, bleibt aber weiterhin unter der Anlieferungshöhe des Vorjahres. Normalerweise ist die Nachfrage nach Milchprodukten bei steigenden Außentemperaturen, nach Milchfett, Käse und Frischmilchprodukten, freundlich geprägt. Allerdings verspürt man durch die ansteigende Inflationsrate in Deutschland ein bedächtigeres Kaufverhalten durch die finanziellen Belastungen in der Bevölkerung. Gleichzeitig ist das Exportgeschäft durch Störungen des globalen Transfers in China verhaltener geworden und die kriegerischen Auseinandersetzungen in Osteuropa schüren weitere Verunsicherungen der Marktteilnehmer. Deshalb werden die dadurch steigenden Betriebsmittel – auch inflationär – an die Produktpreise allgemein weitergeleitet werden müssen. Die Handelspreise für Milcherzeugnisse werden zum Halbjahr nochmals anziehen.

Milchfett: Kostenrallye - höhere Preise umgesetzt
Die Marktpreise für Butter sind im Mai nochmals angehoben worden, da sich das Milchfettgeschäft allgemein sehr fest entwickeln konnte. Zusätzlich mussten - unumgängliche - höhere Produktionskosten in Produktpreise „relativiert“ werden (nicht nur bei Milcherzeugnissen). Das Einkaufsverhalten hat sich dahingehend geändert, dass durch die inflationär schwindende Kaufkraft der Konsumenten, die Absätze bei Butter abwartend bei Stück- wie auch in der verarbeitenden Industrie, bei Blockbutter, vorangehen. Die Verkaufspreise erreichen dabei historische Höchstwerte.
    
Hartkäse: reger Handel mit Preisverbesserungen
Das Absatzniveau bei Hartkäse in Allgäuer Emmentaler Ursprungsqualität als auch bei Emmentaler Viereckware hat sich zum Monatsbeginn erhöht. Gute Mengen werden im Inland wie auch für den Export gemeldet. Das Einkaufsinteresse ist hoch, da bei einer angepassten Produktion und steigenden Betriebsmitteln, Preisanhebungen unumgänglich geworden sind und somit noch vorhandene günstigere Angebote genutzt werden. Längerfristige Planungen für die Preisgestaltung und Absatzmöglichkeiten sind durch die derzeit wechselnden politischen und marktpolitischen Rahmenbedingungen schwierig geworden und schaffen eine Zeit bzw. den Beginn von unsicherer Verfügbarkeit der Betriebsmittel in der Milcherzeugung und Milchverarbeitung.

Schnittkäse: steigende Markterlöse
Die Nachfrage nach Schnittkäse hat weiter eine noch ansprechende Entwicklung, obwohl die Presse in ihren Ausgaben zum Teil auf diesen Trend der „Verteuerungsrate an Milcherzeugnissen“ sehr deutlich hinweist und damit das Kaufverhalten der Konsumenten teilweise steuert. Anscheinend hat der Kunde das Preisgefüge bei Käse noch nicht so im Fokus, sodass das Absatzniveau vorläufig bei Schnittkäse freundlich bleibt. Auch das Geschäft über die Staatsgrenzen hinaus bleibt zufriedenstellend und optioniert bereits Bedarf, wie in den Mittelmeerregionen, schon auf die kommenden Pfingstferien zu. Die feste Marktkonstellation bei Käse verschafft beim Schnittkäsesegment weitere Erlösverbesserungen.

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