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123rf(c)Luca Bertolli

Milchmarktbericht

Angespannte Marktlage
Das Milcherzeugungsniveau in Deutschlang hat gegenüber der letzten Woche nur einen leichten saisonalen Anstieg eingenommen und verbleibt dabei weiterhin unter der Höhe des Vorjahres. Die Lage am Milchmarkt ist sehr angespannt, da durch das Kriegsgeschehen in der Ukraine, Handelsverzerrungen wegen Sanktionen mitunter Versorgungsengpässe bei vielen Produkten und Agrarerzeugnissen entstehen. Dies führt zur Anspannung der Kosten, so dass eine Spirale an Preiserhöhungen in vielen Segmenten der Wirtschaft einhergeht. Der Absatz an Milchprodukten ist allgemein sehr freundlich und zeigt einen guten Marktverlauf. Auch der Handel über die Landesgrenzen hinweg nimmt ebenfalls zu. Käse und vor allem Milchpulver sind hier gut gefragt. Die Kostenexplosion verschärft die Kalkulation der Molkereien mit der Folge, dass die Verkaufspreise laufend angeglichen werden. Auch der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) trägt der Situation allmählich Rechnung und erhöht die Preise für die Endverbraucher.

Milchfett: hoher Bedarf – Hamsterkäufe bei Pflanzenöl
Die Vorbereitungen zu den Osterfeiertagen laufen langsam an, so dass der Handel mit Butter ansteigt. Entsprechend nehmen die Geschäfte mit Stück- und Blockware zu. Die Milchfettseite berichtet zunehmend von einer intensiven Nachfrage, da letzte Woche die Regale mit Pflanzenölen, durch zu erwartende Lieferengpässe für Raps- und Sonnenblumenöl, geleert wurden. Somit ist Butterschmalz in den Fokus der Verbraucher geraten. Auch hier wurden in der letzte Woche die Regale des LEH`s leergeräumt. Nun entwickelt sich eine Umschichtung in der Milchfettproduktion bei Butter, Butterschmalz, Rahm und Sahne. Bei einem ansteigenden Milchfettbedarf ist die Konsequenz, dass in Kürze weitere Erhöhungen der Verkaufspreise bei Butter und Rahm die Folge sein werden.

Hartkäse: Erlösverbesserung in Sicht
Eine weitere gute Umsatzentwicklung ist bei Hartkäse zu erwarten. Die Absätze im Großhandel als auch im LEH mit Allgäuer Emmentaler Ursprungsqualität und Emmentaler Viereckware, verzeichnen einen hohen Abverkauf und können zeitgleich auch im Ausland gut abgesetzt werden. Das Stimmungsbild im Handel ist fest geprägt, so dass mit anziehenden Erlösen zum Monatswechsel gerechnet wird. Die laufenden Kostensteigerungen vor allem im Energiebereich lassen auf größere Preissprünge hoffen.

Schnittkäse: angepasstes Angebot
Der Auftragseingang an die Hersteller von Schnittkäse nimmt langsam Fahrt auf. Um ausreichende Mengen für die bevorstehenden Osterfeiertage vorzuhalten, wird bereits jetzt ein zunehmender Warenbedarf einkalkuliert und abgerufen. In den südeuropäischen Ländern wird mit zahlreichen Urlaubern in den Osterferien gerechnet. Dies kollidiert in der jetzigen Phase mit einem sehr angepassten Angebot an Schnittkäse, da analog durch das niedrige Milchaufkommen in Europa und den guten Umsatzentwicklungen anderer Milcherzeugnisse, die Produktion an Edamer, Gouda und anderen Schnittkäsespezialitäten etwas eingeschränkt wurde. Daher werden die Hersteller weitere Preisanpassungen vornehmen müssen, damit die Kostenschere nicht noch weiter auseinanderdriftet.

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