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Milchmarktbericht

Ein interessantes Herbstgeschäft beginnt

Das Milcherzeugungsniveau schwingt noch weiterhin im saisonalen absteigenden Takt, wobei mittlerweile die Höhe der Milchabgabe geringer als im Vorjahr ausfällt. Für die beiden letzten Kalendermonate in diesem Jahr, sind interessante Herbst- bzw. auch schon Vorweihnachtsgeschäfte festzustellen. Ein reger Nachfrageanstieg trifft für die kommenden Wochen (auch bis ins Neue Jahr hinein), auf sehr angepasste Offerten von Milcherzeugnissen. Die aktuelle Verkaufswoche ist bereits in entsprechender Weise verlaufen. Angesehen von einem zufriedenstellenden Inlandsmarkt, bestehen auch weiterhin gute Geschäfte im Ausland. Wenn die vereinbarten Kontrakte erledigt sind, können sich die Verkaufserlöse weiter verbessern. Die Milchpulvergeschäfte gehen ebenfalls gut voran und weisen sehr feste Preistendenzen auf.

Milchfett: Blockbutter übernimmt Preisführung
Zum Ende des Monats entwickelt sich die Vermarktung von Milchfett noch ausgesprochen angeregt. Ein hohes Kaufinteresse in diesem Milchsegment, trifft bei frischer Butter auf ein geringes Angebot. Ursächlich sind hier die generell niedrige Milcherzeugung, jedoch mit baldigem saisonalem Tiefpunkt, sowie die geringen Milchinhaltsstoffe zu nennen. Infolgedessen kann der Bedarf nur bei Stückware gedeckt werden. Die Anfragen nach Blockware werden über die privaten Lagerbestände erfüllt. Die Nachfrage nach Rahm hat sich dadurch ebenfalls erhöht und löst entsprechende Erlösentwicklungen aus. Demzufolge können bei den kommenden neuen Kontrakten größere Sprünge bei den Handelspreisen, vor allem gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH), erwartet werden.

Hartkäse: Gute Vermarktung – Erlöse ansteigend
Die Absätze von Hartkäse nehmen auch im Herbst an Fahrt auf. Sei es Allgäuer Emmentaler Qualität als Rundlaibe oder Blöcke sowie als Emmentaler Viereckware. Folglich nehmen auch die Nachfragen aus dem Großhandel und aus dem Lebensmitteleinzelhandel zu. Die Angebotsauswahl wird ebenfalls von den derzeitigen Produktionsmöglichkeiten bestimmt. Noch zeigt sich bei Hartkäse eine gewisse Verfügbarkeit, die aber durch das marktbestimmende Vor- und Weihnachtsgeschäft, sich bald durchaus als sehr ausgeglichen erweisen könnte. Zeitgleich liegt ein höheres Kaufinteresse an Emmentaler in den EU-Nachbarstaaten vor. Diese Marktkonstellation ist bereits an den preislichen Verbesserungen bei Hartkäse zu erkennen, allerdings werden deutliche Impulse durch die bestehenden Vertragsvereinbarungen noch etwas ausgebremst.

Schnittkäse: Rege Nachfragebasis bei festen Erlösen
Unverändert verfügt das Schnittkäsesegment über gute Vermarktungsmöglichkeiten. Die einzelnen Schnittkäsesorten wie Edamer, Gouda und auch Tilsiter werden generell zügig disponiert. Entsprechend versuchen die Hersteller, ungeachtet der geringeren Milchanlieferung – wenn möglich –, die attraktiveren Verwertungen zu bedienen. Da die Käsepreise Erlösverbesserungen versprechen, wird bei der Auslastung in der Milchverarbeitung vorsichtig jongliert. Allerdings könnte diese Produktionsentwicklung aber auch die eine oder andere Käseproduktion treffen. Deshalb sind weitere Preisanpassungen geplant. Weil das Exportgeschäft ebenfalls zunimmt, geht auch die Konkurrenz im Ausland ähnlich vor.

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