Die Milchinhaltsstoffe von Fett und Eiweiß sind im ersten Halbjahr 2025 höher ausgefallen als im Vorjahr. Insbesondere der Fettgehalt der angelieferten Kuhmilch konnte sich nach einem abgeschwächten Verlauf im vergangenen Jahr wieder erholen. Nach Erhebungen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hatte in den ersten beiden Monaten dieses Jahres das Milchfett ein überdurchschnittliches hohes Niveau eingenommen. In den Monaten von März bis Juni folgte der Milchfettgehalt der saisonal abnehmenden Entwicklung und bewegte sich dabei im Mittel der letzten fünf Jahre. Die Fettausbeute konnte sich bei einer rückläufigen Milchmenge in Deutschland (-1,9%) verbessern. Der durchschnittliche Fettgehalt errechnete sich für den bisherigen Jahresverlauf bei 4,13 %, was exakt dem Ergebnis aus 2023 entspricht. Im Vorjahr lag das Halbjahresergebnis bei lediglich 4,10 % Fett, einer der niedrigsten Werte in den vergangen fünf Jahren.
Der Eiweißgehalt hatte von Januar bis Juni ein sehr hohes Niveau eingenommen und lag durchwegs über der Vorjahreslinie. Mit einem durchschnittlichen Eiweißgehalt in den ersten sechs Monaten von 3,50 % Eiweiß wurde ein Spitzenwert erreicht. Im deutschlandweiten Schnitt der letzten fünf Jahre bewegte sich der Eiweißgehalt bei lediglich 3,46 %.
In Bayern wurde für das erste Halbjahr des laufenden Jahres ein durchschnittliches Ergebnis von 4,20 % Fett und 3,53 % Eiweiß ausgewiesen. Eine etwas verbesserte Ausbeute als noch im vergangenen Jahr mit einem Gehalt von 4,19 % Fett und 3,52 % Eiweiß.