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Milchinhaltsstoffe 2018 erstaunlich stabil

Anfang des Monats hat die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) die amtlichen Milchpreise 2018 veröffentlicht. Der VMB hat in einem Beitrag darüber berichtet. Neben den Milchpreisen geht der Blick aber wegen der zeitweilig drückenden Hitze und der lang andauernden Trockenheit im vergangenen Jahr auch auf die Milchinhaltsstoffe Fett und Eiweiß. Ergebnis: Leichte Abweichungen, aber im Durchschnitt keine nachhaltige Veränderung zu den Vorjahren. Die Fettgehalte in der Anlieferungsmilch sind leicht gesunken, die Eiweißgehalte dagegen recht stabil geblieben. In Bayern sind die Niveaus fast stabil und hat in allen Kategorien die Nase vorn.

Bei der konventionell erzeugten Milch gingen bundesweit die Fettgehälter um 0,03 Prozent auf 4,06 Prozent zurück. Im Westen gab es einen Rückgang ebenfalls um 0,03 Prozent auf 4,10 Prozent, im Osten gar eine Reduzierung um 0,08 Prozent auf 3,88 Prozent Fett. In den Neuen Bundesländern war dabei kein besonderer Ausreißer festzustellen, die Spanne bewegte sich zwischen minus 0,07 und 0,09 Prozent. In den westlichen Bundesländern gab es ebenfalls keinen Ausreißer, auch in Schleswig-Holstein reduzierten sich die Fettgehälter nur um 0,03 Prozent. Den geringsten Rückgang mit 0,01 Prozent hatte Bayern aufzuweisen - und Bayern war mit einem Gesamtfettgehalt von 4,19 Prozent auch unangefochtener Spitzenreiter. Dieser erneute Fettgehalt im Bereich von 4,20 Prozent ist eine abermalige Bestätigung, die Milchpreisverhandlungen gerade bei den Milcherzeugergemeinschaften auf der Basis eben dieses Niveaus vorzunehmen, weil dann die Korrekturfaktoren beim überwiegenden Teil der Milch keine große Relevanz hat.

Beim Eiweißgehalt konnte bundesweit das Niveau von 3,45 Prozent gehalten werden. Im Westen gab es eine leichte Steigerung um 0,01 Prozent auf 3,46 Prozent, im Osten einen geringfügigen Rückgang um 0,02 auf 3,40 Prozent. Auch hier lag Bayern mit einem unveränderten Eiweißgehalt von 3,52 Prozent deutlich an der Spitze.

Bei der ökologisch erzeugten Milch wurde bundesweit ein Eiweißgehalt von 3,32 Prozent festgestellt, gegenüber 3,31 Prozent im Jahr 2017. Dabei hatte vor allem der Westen mehr Gewicht, wo auch ein Rückgang um 0,01 Prozent auf 3,32 Prozent Eiweiß ausgewiesen wurde. Damit hatte die Verminderung im Osten um 0,04 Prozent weniger Auswirkung. In den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg blieben die Eiweißgehalte mit 3,36 bzw. 3,32 gleich; ein merklicher Rückgang war nur im von Trockenheit geplagten Schleswig-Holstein um 0,03 Prozent auf 3,26 Prozent festzustellen.

Bei den Fettgehalten der ökologisch erzeugten Milch wurde im Westen sogar ein leichter Anstieg um 0,01 Prozent auf 4,08 Prozent ermittelt, im Osten dagegen ein Rückgang um 0,06 Prozent auf 3,97 Prozent. Dies ergab bundesweit unter dem Strich einen Fettgehalt von 4,07 Prozent - wie im Jahr zuvor. Bayern lag hier ebenfalls unverändert bei 4,09 Prozent. In einigen alten Bundesländern stiegen die Fettgehalte sogar merklich an und kompensierten den stärksten westlichen Rückgang in Schleswig Holstein um 0,06 Prozent.

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