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Milchhoheiten noch zeitgemäß? Absolut!

Anfang Mai haben der Verband der Milcherzeuger Bayern e.V. (VMB) und milch.bayern e.V. die Milchhoheiten für die Jahre 2022/23 gewählt. Unweigerlich kommt bei solchen fast schon traditionellen Anlässen die Frage auf, ob es denn "in diesen Zeiten" Produktköniginnen überhaupt noch braucht? „Definitiv Ja, absolut!“, meint VMB-Geschäftsführer Dr. Hans-Jürgen Seufferlein. „Gerade in eben diesen Zeiten, wo viele Meinungen (zum Teil auch falsche!) in den sozialen Medien kursieren, ist es wichtig, dass wir seitens der Milchwirtschaft mehr denn je mit kritischen Verbraucher:innen in Dialog treten und zum Lebensmittel Milch informieren. Auch um von einer oft emotionsgeladenen und teilweise haltlosen Anti-Milch Promotion, die von zahlreichen NGO´s mit viel Werbeaufwand und fast schon missionarischen Eifer lanciert werden, weg zu kommen – hin zu einer sachlichen und möglichst faktenbasierten Diskussion bezüglich Ernährung, Tierwohl und Klima-Nachhaltigkeit. 
Die gesamte Landwirtschaft macht in Deutschland nur 7 Prozent an CO-2 Emissionen aus. Selbst wenn wir jetzt alle nur noch pflanzliche Nahrung zu uns nehmen würden, wäre dem Klima noch nicht allzu viel geholfen. Aber das realisieren viele nicht. Das gleiche gilt für den Bereich Tierwohl. Landwirte halten Nutztiere und im speziellen Milchkühe, um damit ein hochwertiges Lebensmittel zu erzeugen und vor allem das Grünland und nicht für den menschlichen Konsum geeignete pflanzliche Komponenten in hochwertiges tierisches Eiweiß umzuwandeln. Dass dies nur mit Wiederkäuern wie Milchkühen möglich ist, die sich auch wohl fühlen, dürfte nicht schwer zu verstehen sein. Und gerade im Bereich des Tierwohls und hier bei den Faktoren Licht, Luft und Bewegung wurden in den vergangene Jahrzehnten enorme Verbesserungen erzielt.
Die neuen bayerischen Milchhoheiten werden diese Herausforderungen engagiert angehen. Schließlich sind sie quasi von Geburt auf dem Gebiet der Milchgewinnung und -verarbeitung "vom Fach". Die frisch gewählte Milchkönigin Veronika Gschoßmann stammt selbst aus einem Milchviehbetrieb und studiert derzeit Agrarmarketing und -management an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf am Standort Freising. Ihre Stellvertreterin Philomena Mögele, frisch gewählte Milchprinzessin, stammt ebenfalls aus einem typisch bayerischen Milchviehbetrieb und absolviert ein Duales Studium Landwirtschaft mit Ausbildung zur Landwirtin an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf am Standort Triesdorf. Wer könnte gerade die kritische Gruppe von Verbraucher:innen aus der Generation Z besser erreichen als Milchkönigin Veronika und Milchprinzessin Philomena, beide um die Jahrtausendwende geboren. Und beide fit im Umgang mit den neuen Medien – von Facebook bis Instagram, versiert in der Sprache ihrer Generation, bei der das Medium "Zeitung" bereits fast den gleichen (Un)bekanntheitsgrad hat wie das frühere Kommunikationsmittel "Telefonzelle"! 
Erfreulich übrigens, dass sich bei solchen Wahlen die bei Verbänden und Organisationen leidige Frage "jünger & weiblicher" oder auch das Thema "Frauenquote" nicht stellt. Das weibliche Geschlecht ist als Milchbotschafterin einfach unschlagbar. Ludwig Huber, derzeitiger Vorstandsvorsitzender von milch.bayern e.V. stellt klar: "Die Akzeptanz von Damen, wenn sie sehr gut und sehr präsent sind, ist unschlagbar." Dem pflichtet VMB-Vorsitzender Wolfgang Scholz bei: "Frauen erfüllen die Aufgabe als Milchbotschafterinnen nach den Erfahrungswerten einfach wesentlich besser und charmanter!"

Mehr zur Wahl der neuen Bayerischen Milchbotschafterinnen hier.

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