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Milchanlieferung Deutschland Juni 2020

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat in ihrer jüngsten Veröffentlichung der Milchanlieferung Deutschland für Juni 2020 eine Anpassung an das Vorjahr ermittelt. Bei der Gesamtmilcherzeugung (konventionelle und ökologische/biologische Milch) ergab die Berechnung nur noch den extrem kleinen Vorsprung zum Vorjahr von  0,1 Prozent. In Deutschland betrug die Milcherzeugung bei der konventionellen Milch im Monat Juni 2020 2,573 Milliarden Kilogramm Milch. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum wurden 2,574 Milliarden Kilogramm erzeugt, somit hat sich die Anlieferungsmenge um 1 Million Kilogramm Milch reduziert. Bei Biomilch werden jetzt die monatlichen Abstände im Vergleich zu den Vorjahren immer geringer und haben sich von den sonst gewohnt hohen zweistelligen Differenzen verabschiedet.

Im zweiten Jahresquartal auf Vorjahresniveau
Die Halbjahresbilanz der deutschen Milcherzeugung (konventionelle und ökologische/biologische Milch) ergab summiert eine Anlieferungsmenge von 16,3 Milliarden Kilogramm Milch. Dies entspricht einem Plus von 1,0 Prozent zum ersten Halbjahr 2019. Bei der konventionellen Milchproduktion errechnete sich ein Abstand von 0,8 Prozent, bei einer Milchmenge in den ersten sechs Monaten von 15,67 Milliarden Kilogramm Milch. Würde man noch die Werte mit dem Schalttag abgleichen, wäre das Plus bei 0,3 Prozent. Tendenziell fällt auf, dass die Monatsabstände zum Vorjahr seit Jahresbeginn immer geringfügiger ausfallen. Untermauert wird dieser Trend beim Anlieferungsverhalten im zweiten Quartal dieses Jahres. Im konventionellen Bereich wurden von April bis Juni 2020 7,871 Milliarden Kilogramm Milch abgegeben, im Vorjahr waren es 7,880 Milliarden Kilogramm. Entsprechend diesen Werten ergeben sich hieraus bei den einzelnen Bundesländern auch zwei „Lager“ in der Anlieferungsentwicklung. Während hauptsächlich im Norden Deutschlands und im nördlichen Ostdeutschland das Milchaufkommen im Vergleich zunimmt, geht die Milchabgabe in den südlichen Regionen zurück. Die bayerische konventionelle Milcherzeugung lag zum wiederholten Male unter dem Vorjahr. Im Juni 2020 wurde 609 Millionen Kilogramm Milch bzw. 1,1 Prozent weniger erzeugt, so dass auch die Halbjahresmenge ein Minus von 0,4 Prozent aufweist! Ähnliche Zahlen wurden von der BLE auch für Baden-Württemberg ermittelt.

Biomilch mit geringerer Ausdehnung
Die biologische Milcherzeugung bleibt weiterhin in einem steigenden Modus. Die Differenzen zu den vergleichbaren Vorjahresmonaten fallen allerdings niedriger aus als noch vor zwei bis drei Jahren. Insgesamt wurden nach dem saisonalen Höchststand vom Mai, jetzt im Juni 106,5 Millionen Kilogramm angeliefert und damit das Vorjahr um 2,6 Prozent übertroffen. Die kumulierte Erzeugungsmenge lag im ersten Halbjahr bei 630,7 Millionen Kilogramm Milch, also etwas über vier Prozent mehr als im Vorjahr. Würde sich dieser Abstand im zweiten Halbjahr 2020 so fortsetzen, könnte das Milchaufkommen bei Biomilch die 1,2-Milliarden-Marke überschreiten (Biomilchmenge Deutschland 2019: 1,184 Milliarden Kilogramm). Bei den bayerischen Biomilcherzeugern wird der gleiche Trend, wie auf Bundesebene, verzeichnet. Im Juni 2020 wurde 1,5 Prozent mehr Milch angeliefert. Somit liegt der Vorsprung in der Halbjahresbilanz bei 3,4 Prozent. Die Jahresmilchmenge im Biobereich könnte in Bayern fast an die 600 Millionen Kilogramm heranreichen. Damit würde Bayern seine Position, mit einem Anteil von fast 50 Prozent, an der deutschen Biomilcherzeugung unterstreichen.

 

Milchanlieferungen Deutschland Konventionell und Bio
Milchanlieferungen Deutschland Konventionell
Milchanlieferungen Deutschland Bio-Milch
Milchanlieferungen Bayern Konventionell und Bio
Milchanlieferungen Bayern Konventionell
Milchanlieferungen Bayern Bio-Milch
Bio-Milchanlieferung 2019
Bio-Milchanlieferung 2019

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