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Milchanlieferung Deutschland September 2019

Milchanlieferung Deutschland September 2019
Die Septemberbilanz der deutschen Milchanlieferung zeigt in großen Teilen ein leicht eingeschränktes Stimmungsbild. Die Gesamtmilcherzeugung von Bio- und Konventioneller Milch erreichte im Monat September 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat erneut ein Plus von 0,5 Prozent. Differenziert man die deutsche Milcherzeugungsmenge in Konventionelle bzw. Ökologisch/biologische Milch, so offenbart sich bei der Konventionellen Milch ein geringfügiges Plus in Höhe von 0,3 Prozent bzw. bei der Bio-Milch eine Erhöhung von 7,7 Prozent.

Dass sich die Milchanlieferung der gesamtdeutschen Erzeugung nur leicht erhöht hat, wird vorwiegend durch die verhaltene Milchproduktion des konventionellen Milchsektors hervorgerufen. Auffällig sind hier die sehr unterschiedlichen Erzeugungstendenzen in den einzelnen Bundesländern. Während Länder wie Bayern, Baden-Württemberg und Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland aber auch einige ostdeutsche Bundesländer im September ein Minus in der Milchproduktion aufweisen, gibt es bei anderen deutschen Erzeugerregionen, wie zum Beispiel in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen aber auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern einen deutlichen Trend der Abkehr von einer Rückwärtsentwicklung.

Betrachtet man die Auswertungen für das gesamte Dreivierteljahr, so wird bei der Konventionellen Milcherzeugung allerdings gegenüber der Vorjahresmenge 2018, noch ein Minusbetrag ausgewiesen. Dieser Negativwert erreicht eine Höhe von 0,5 Prozent bzw. in der Gesamtmilcherzeugung (Konventionelle und Bio-Milch) ein Minus von 0,2 Prozent. Auffällig ist auch hier, dass die Summen in den einzelnen Bundesländern stark abweichen. Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen erreichen bei der kumulativen Menge ein leichtes Plus, während nach wie vor Bayern, Baden-Württemberg und Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland in der Gesamtsumme stärkere Rückgänge melden.

Bio-Milch: Das Plus bleibt
Die Ökologisch/biologische Milcherzeugung in Deutschland wie auch in Bayern bleibt weiter auf einem größeren Abstand gegenüber dem Vorjahr. Im gesamten Bundesgebiet erzielte die Milchanlieferung im Monat September 2019 ein Plus von 7,7 Prozent. Infolgedessen errechnet sich für die ersten neun Kalendermonate ein Plus von 6,2 Prozent. Dies bedeutet, dass somit über 50 Millionen Kilogramm Milch mehr erzeugt wurden. Anders als bei der konventionellen Milch, weist die monatliche Milchabgabe bzw. auch die vorläufige aufsummierte Jahresbilanz bei fast allen Bundesländern weiter erhebliche positive Prozentsätze auf. Dieser Erzeugungstrend bei Bio-Milch beeinträchtigt zunehmend die Vermarktung von Biomilchprodukten. Das hohe Erzeugungspotenzial liegt seit gut zwei Jahren über der freundlichen erweiterten Verbrauchernachfrage. Demzufolge können Bio-Milch und Bio-Milchprodukte nur noch erschwert marktkonform abgesetzt werden. Andererseits wird auch in einem Teil der anderen EU-Staaten, in der Höhe des deutschen Erzeugungsprofils, Biomilch erzeugt. Diese europäischen Verarbeiter wetteifern mehr und mehr auf unseren hiesigen Märkten.

 

Milchanlieferung Deutschland Konventionell und Bio
Milchanlieferung Deutschland Konventionell
Milchanlieferung Deutschland Bio
Milchanlieferung Bayern Konventionell und Bio
Milchanlieferung Bayern Konventionell
Milchanlieferung Bayern Bio

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