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LTO-Milchpreis: März 2020

Der niederländische Bauernverband LTO ermittelt, in Zusammenarbeit mit Zuivel NL und der EDF (European Dairy Farmers), einen Gesamtmilchpreis der in Europa größten milchverarbeitenden Unternehmen. Zusätzlich werden von den Molkereileistungen Einzelauswertungen errechnet.

Milchpreise reagieren schon auf den „Corona-Virus“
Für den Monat März 2020 hat der niederländische Bauernverband einen durchschnittlichen Wert in Höhe von 33,17 (Vormonat 34,14) Cent pro Kilogramm Milch veröffentlicht. Im Vergleich zum zurückliegenden Monat Februar 2020, bedeutet dies einen Rückgang von fast einem Cent bzw. ein Minus von 2,8 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat (33,42 Cent/kg Milch) beträgt die Differenz des aktuellen Milchpreises 0,25 Cent und somit 0,7 Prozent. (Die aufgeführten Milchpreise gelten immer für Milch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof, bei einer durchschnittlichen Jahreserzeugungsmenge von 500.000 kg pro Betrieb).

Die Milchpreise der europäischen Molkereien haben bereits schon leicht „fiebrig“ auf den Corona-Virus reagiert. Da die Handelsbeschränkungen, aufgrund der Corona-Pandemie, so richtig erst im März 2020 weltweite Auswirkungen zeigten, reagierten auch in diesem Zeitraum die globalen Produktpreise der Milchstandardprodukte sehr negativ. Je nachdem welche Exportanteile die Molkereien in ihrem Portfolio haben, sind die Folgen in der Preisausrichtung unterschiedlich spürbar.

Nur die DMK sowie die Arla erhöhten nochmals ihren Milchpreis. Hochwald, Danone, Valio und Granorolo konnten das Erlösniveau beibehalten. Dagegen haben Milcobel und die englischen wie irischen Milchverarbeiter relativ heftig die Preise abgesenkt. Etwas moderater im Rückgang waren Müller-Milch, FrieslandCampina und die französischen Milchunternehmen.

Auch die nicht europäischen Milchpreise, konnten ebenfalls zumeist nicht mehr ihre Position des Vormonats erreichen. In Neuseeland hat die Fonterra die Milchauszahlung um 0,65 Cent gesenkt. Die Class III-Milch in den Vereinigten Staaten Amerikas ging um über zwei Cent pro Kilogramm Milch zurück. Nach neusten Nachrichten nehmen einige amerikanische Molkereien die Milch von den Bauernhöfen nur noch bedingt ab. Das hat wiederum zur Folge, dass die Spotmilch Class III weiter an Höhe verlieren könnte. Etwas entspannter sieht die neuseeländische Fonterra die Entwicklung auf dem Milchmarkt, da die diesjährige Weidesaison beendet ist. Das Unternehmen hofft, dass zum nächsten Weidetermin 2020/2021 die Milchmärkte wieder allgemein beruhigter und entspannter verlaufen.

Anmerkung/neue Molkerei: 
Die LTO in ihrer Aufstellung der März-Milchgeldausweisung eine weitere Molkerei aufgenommen. Die Milchpreise der, nach Lactalis, zweitgrößten Molkerei in Spanien CAPSA Food, werden nun ebenfalls veröffentlicht. Die Genossenschaft befindet sich im Nordwesten Spaniens und erfasst circa 900 Millionen Kilogramm Milch. Der Milchpreis von CAPSA Food setzt sich aus einem A- und einem B-Preis zusammen. Der A-Preis gilt für 70 Prozent der gelieferten Milch und wird vierteljährlich festgelegt. Während der B-Preis (für die anderen 30 Prozent) auf Marktentwicklungen wie Butter- und Magermilchpulverpreise basiert und daher monatlich variiert. Einen ähnlichen Wert kennen wir in Deutschland als Kieler Rohstoffwert.

LTO-Milchpreise Stand März 2020
LTO-Milchpreis Vergleich
Globale Milchpreise
GDT-Tender und Fonterra Milchpreis
LTO-Milchpreis-Tabelle

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