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LTO-Milchpreis Februar 2020

Der niederländische Bauernverband LTO ermittelt, in Zusammenarbeit mit Zuivel NL und der EDF (European Dairy Farmers), einen Gesamtmilchpreis der in Europa größten milchverarbeitenden Unternehmen. Zusätzlich werden von den Molkereileistungen Einzelauswertungen errechnet.

Zum Jahresbeginn Marktverbesserung im Milchpreis ersichtlich

Für den Februar 2020 hat der niederländische Bauernverband einen durchschnittlichen Wert in Höhe von 34,14 Cent pro Kilogramm Milch errechnet. Im Vergleich zum zurückliegenden Monat Januar 2020 bedeutet dies einen leichten Anstieg von 0,34 Cent bzw. ein Plus von einem Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat (33,72 Cent/kg Milch) liegt damit der aktuelle Milchpreis annähernd auf fast gleicher Höhe. (Die aufgeführten Milchpreise gelten immer für Milch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß, netto, ab Hof, bei einer durchschnittlichen Jahreserzeugungsmenge von 500.000 kg pro Betrieb).

Der Anstieg des Milchpreises war im Trend nicht ganz unerwartet. Zu Beginn des Jahres haben nach einer kurzfristigen Marktschwäche die internationalen Handelspreise wieder deutlich angezogen. Da einige Molkereien auch im Drittlandsexport tätig sind und sich neben guten Verkaufsmengen auch die Erlöse verbesserten, konnten nun auch die Milchpreise bei einigen Milchverarbeitern angepasst werden. Der Durchschnittspreis lag daher etwas über dem Vormonat. Dennoch konnten nicht alle Unternehmen dem Trend folgen. Während einige unverändert blieben, haben einige die Auszahlungsleistungen reduziert. Lactalis, Sodiaal und FC FrieslandCampina zahlten leicht und die irländischen Betriebe wie Glanbia, Dairy Gold und Kerry Group relativ hoch über den Vormonat aus. Milcobel und Saputo Dairy UK (früher Dairy Crest AG) senken dagegen ihre Auszahlungen. Die anderen Firmen blieben unverändert. Die Bandbreite der Höhe der Milchpreispreise liegt zwischen knapp über 31, 5 Cent im unteren, und 35,5 Cent/kg im oberen Bereich, wobei aus deutscher Sicht das derzeitige Schlusslicht die Molkerei Müller in Leppersdorf übernommen hat. Arla Foods, Kerry Group, Saputo Dairy UK, Deutsches Milchkontor DMK und Hochwald Milch liegen allerdings unter dem Mittelwert, während sich die französischen Milchverarbeiter einheitlich darüber befinden. Der Februarwert befindet sich im Schnitt auf annähernd gleicher Höhe zum mehrjährigen Milchpreis.

Die internationalen Milchpreise der neuseeländischen Fonterra und der Spotmilchpreis Class III in den USA haben ebenfalls eine ähnlich unterschiedliche Entwicklung eingenommen. Nach einem relativ heftigen Rückgang in den Vereinigten Staaten hat sich der Class III-Milchpreis gefangen, dagegen verlor der Milchpreis der NZ Fonterra gegenüber dem Vormonat gut zwei Cent an Wert. Ursächlich sind jetzt der heftigen Marktturbulenzen durch die Geschehnisse des Auftretens des Corona-Virus in China und deren weltweit notwendigen rigoros pandemischen Vorgaben. Es ist daher sehr schwer die weitere Marktentwicklung allgemein und für landwirtschaftliche Produkte einzuschätzen.

LTO Milchpreis Februar 2020
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