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Kontrakte Standardkäse: Moderate Preiserhöhung, Handel ebenfalls moderat

In der vergangenen Woche hat der VMB auch über die neuen Kontrakte für das Standardsortiment Käse, Eigenmarken im Lebensmitteleinzelhandel, informiert. Es gab eine moderate Preiserhöhung, die um einiges höher hätte ausfallen können, wenn die Verunsicherung durch die Corona-Pandemie nicht dazwischengekommen wäre. Trotzdem: Zumindest über den Absatz im Lebensmitteleinzelhandel trägt dieser Kontrakt zu einer Stabilisierung der Milcherzeugerpreise bei, zumindest bei den Molkereien, bei denen ein wesentlicher Teil der Milchverwertung über diese Schiene in den Markt gelangt.


Es hätte sicher mehr erreicht werden können, in diesem Segment. Viele Monate konnten bei Schnittkäse gute Nachfragen, beste Absätze und niedrige Lagerbestände gemeldet werden. So war es nur zu begrüßen, dass die abgebende Molkereiseite mit einer Preisforderung von etwa plus 50 Cent pro Kilogramm in die Kontraktverhandlungen eingestiegen ist. Dass aus bekannten Gründen nun nur etwa die Hälfte der Forderung realisiert wurde, trübt die Stimmung ein Stück weit. Doch ist "in diesen Zeiten" ein Plus bei Preisverhandlungen, angesichts der insgesamt sehr unsicheren Rahmenbedingungen, keine Selbstverständlichkeit.


Nun hat Anfang der Woche der Lebensmitteleinzelhandel seine Preise im Verkauf angepasst: Im Gegensatz zu Butter, gibt es im gelben Sortiment nur geringfügige Anpassungen nach oben. Nachdem es bei der letzten Verhandlung im Herbst keine preislichen Veränderungen gegeben hat und im Frühjahr zuvor leichte Preissenkungen erfolgten, haben die Käsepreise im Wesentlichen wieder das Niveau aus dem Frühjahr 2018 erreicht. Ein leichtes Plus gab es bei einem der Leitartikel, dem 250-g-Käseaufschnitt, der um 10 Cent auf 1,49 Euro angehoben wurde. Auch die breite Palette der geriebenen Käse (Emmentaler, Gouda, Mozzarella, Gratin), wurde bei den 200 g Packungen um 10 Cent auf 1,49 Euro angehoben und um 4 Cent auf 1,79 Euro bei 250 g Packungen. Unverändert blieben 400 g Scheiben (Edamer, Butterkäse, Gouda, Tilsiter) bei 1,99 Euro. Eine leichte Erhöhung konnte dagegen bei den 250 g Emmentaler-Scheiben auf 1,99 Euro beobachtet werden, unverändert liegt die 400 g Stückware weiter bei 2,69 Euro.

Die Kontrakte haben wieder eine Laufzeit über 6 Monate, also bis Ende September 2020. Jetzt richtet sich in den kommenden Wochen der Blick der Milcherzeuger und der gesamten Milchbranche auf die Finalisierung der Kontrakte der weißen Linie. Bekanntlich hat Aldi, nach Einschätzung des VMB, mit seiner "good-guy-Kampagne", mit einer Zusage eines Preisaufschlags von 5 Cent auf die Konsummilch vorgelegt. Bei den weiteren Produkten der weißen Linie und vor allem von anderen Wettbewerbern "hört man derzeit nur betretenes Schweigen".

 

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