Das Institut für Ernährungswirtschaft, Kiel (ife) berechnet aus den Notierungswerten von Butter und Magermilchpulver (MMP) der Süddeutschen Butter- und Käsebörse Kempten, den sogenannten Kieler Rohstoffwert (KRW). Dieser Wert entspricht der durchschnittlichen Milchverwertung aus dem Verkauf von Milchfett und Milcheiweiß.
Nach einer leichten Befestigung des Kieler Rohstoffwerts im Juni mit einem Anstieg um 0,8 ct und einem Rückgang im darauffolgenden Juli um 1,1 ct verlor die Verwertung von Fett und Eiweiß im August erneut 0,8 ct/kg auf
Basis der durchschnittlichen Erlöse für Butter und Magermilchpulver ermittelte das Institut für Ernährungswirtschaft e.V., Kiel einen Rohstoffwert von 47,9 Cent/kg Milch (ab Hof 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Damit liegt der aktuelle Wert auch 0,8 ct/kg unter dem Rohstoffwert vom August 2024.
Erlösrückgang im August
Gründe für die jüngste Entwicklung sind darin zu sehen, dass zuletzt auch das an sich recht stabile Milchfett etwas unter Druck geraten ist und die Butternotierungen erstmals seit langem wieder geringfügig zurückgenommen werden mussten. Der Preis bei Milcheiweiß bleibt geprägt von den schwächeren Magermilchpulverpreisen, welche sich zudem im Drittlandexport infolge des weiterhin vergleichsweise starken Euro schwertun und eine spürbare Erholung weiter auf sich warten lässt.
Anders als der Kieler Rohstoffwert, der wie schon erwähnt von August 2024 auf August 2025 0,8 ct/kg verloren hat, verhält sich der Milchpreis Bayern (konventionell). Der hat sich in den vergangenen 12 Monaten, von Juli 2024 mit 48,0 ct auf zuletzt 54,0 ct/kg im Juli 2025 um 6,0 ct/kg verbessert, ausgewiesen auf der Basis 4,2 % Fett.