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Globaler Handel mit Milchprodukten September 2021

Absatz mit steigender Tendenz
Der Außenhandel der weltweit größten Exportländer für klassische Milchprodukte weist, wie die Statistik der Europäischen Union für den Zeitraum Januar bis September 2021 offenbart, weiterhin ausgeprägte Verkaufsaktivitäten auf. Obwohl die Corona-Pandemiemaßnahmen nach wie vor noch unter Umständen zu Handelsverzögerungen führen können, liegt die vorläufige Gesamtsumme des Handels der europäischen Union für die ersten drei Quartale 2021 weiterhin über dem Niveau des Vorjahres.

Die Exportabsätze der stärksten Milchproduktionsländer begleitet, wie bereits in den zurückliegenden Monaten, weiter ein freundlicher Nachfragetrend. Trotz der Corona-Krise mit teilweisen Handelsbeschränkungen, verlaufen die Geschäfte auf dem Milchmarkt doch zufriedenstellend. Die hohen Rohölpreise steigern gleichzeitig die Kaufkraft einiger Erdöl exportierender Staaten, die bekanntlich einen größeren Bedarf an Milchprodukten haben. Zusätzlich stärkt der geschwächte US-Dollar-Kurs die Konkurrenzfähigkeit der europäischen Anbieter von Milcherzeugnissen.

Die Absätze von Milchpulver und Käse haben sich weiter verbessert. Milchfettreichere Produkte, wie Butter aber auch wie die Kondensmilch, wurden dagegen etwas verhaltener abgesetzt. Mit dem Ergebnis nach neun Monaten zeigt Vollmilchpulver eine Steigerung von 4,67 Prozent, Magermilchpulver ein Plus von 3,88 Prozent, während bei Molkenpulver die Handelsmengen um 9,51 Prozent zulegen konnten. Bei Vollmilchpulver beträgt im September 2021 das vorläufige Handelsvolumen 1.691 Millionen Tonnen, bei Magermilchpulver 1,865 Millionen Tonnen und bei Molkenpulver 1,272 Millionen Tonnen.

In der Käsesparte liegt der Welthandel derzeit bei einem Volumen von 1,904 Millionen Tonnen, das bedeutet ein Plus von 8,64 Prozent. Bei einem Minus von 4,42 befindet sich der Abstand gegenüber dem Vorjahr der Kondensmilch bzw. 5,76 Prozent der von Butter/-öl. Diese Zahlen offenbaren, dass 21.000 Tonnen Kondensmilch und 39.000 Tonnen Butter/-öl weniger verkauft werden konnten.

Da bei den letzten Auktionen des Global Dairy Tenders sich die Verkaufsofferten erhöht haben, werden die Mengen der Handelsbilanz 2021 im globalen Bereich bei den gegenwärtigen Werten bleiben und somit wird der globale Handel mit Milchprodukten sich generell weiter positiv präsentieren können.

Anmerkung: Die Exportzahlen aus dem Jahr 2019 sind nicht ganz mit 2020 und 2021 vergleichbar. Im besagten Zeitraum gehörte das Vereinigte Königreich noch zur Europäischen Union und wurde nicht, wie in den beiden darauffolgenden Jahren 2020 und 2021, als einzelnes Import- bzw. Exportland geführt.

Globaler Handel September 2021

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