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Global Dairy Tender (GDT): Auktion vom 02. Februar 2021

Die im vierzehntägigen bzw. dreiwöchigen Rhythmus stattfindende internationale Handelsplattform GDT (Global Dairy Trade) für Milchstandardprodukte, veröffentlicht die durchschnittlichen Werte, der am Weltmarkt verkauften Milchprodukte des Commodities-Bereichs (verschiedene Milchpulversorten, Chester, sowie diverse Butterprodukte). Beteiligt sind überwiegend größere international handelnde Molkereiunternehmen wie Fonterra, Dairy America, Amul, Arla, Eursérum, Murray Goulburn.

GDT-Tender Ergebnisse
Das aktuelle Handelsergebnis des Global Dairy Trade Tenders (GDT) vom 02. Februar 2021 konnte sich gegenüber den ersten beiden Auktionen diesen Jahres nochmals erneut verbessern. Der Durchschnittspreis der Mischtonne (aus den Verkaufserlösen von Milchfett, Milchpulver und Käse) erzielte einen Wert in Höhe von 3.614 US-Dollar. Bei der vorherigen Auktion am 19. Januar 2021 wurde noch ein Mischpreis von 3.593 US-Dollar pro Tonne erzielt. Dies ergibt eine Verbesserung von 21 US-Dollar und entspricht einer Steigerung von 0,5 Prozent. Damit liegt das jetzt erzielte Ergebnis weiter über dem Anfangswert des Vorjahresmonats und auch über den Werten aus dem Jahr 2019.

Im Trend bleibt der Anstieg
Mit der ersten Februar-Auktion hat der durchschnittliche Wert, erstmals wieder nach vier Jahren, die Linie von 3.600 US-Dollar überschritten. Im Dezember 2016 wurden ähnliche Ergebnisse erzielt. Ab diesem Zeitpunkt konnten allgemein erhöhte Preise für Milchprodukte und eine freundliche Entwicklung im globalen Handel beobachtet werden. Zur letzten Auktion im Dezember 2020 hat sich der Durchschnittpreis der Mischtonne um fast 300 US-Dollar je Tonne verbessert. Fast alle Milchprodukte erzielten nochmals Preiserhöhungen, die folglich zu einem leichten Anstieg des Durchschnittpreises geführt haben. Bei der letzten Auktion im Januar konnten sich Vollmilch- und Magermilchpulver in ihrer Position festigen. Diesmal erzielte Magermilchpulver ein kleines Minus von 1,5 Prozent und ging bei knapp 3.200 US-Dollar je Tonne in den Markt. Positiv bleiben weiterhin die Absätze in den Bereichen Milchfett und Käse. Hier wurden Erhöhungen von 6,2 Prozent bei Butter, 1,3 Prozent bei wasserfreiem Milchfett (Butterschmalz, Ghee) und 2,3 Prozent bei Käse verzeichnet. Die Verkaufspreise für Butter befinden sich bei über 5.000 US-Dollar je Tonne, Butterschmalz wird bei 5.463 US-Dollar je Tonne abgesetzt und Käse verkauft sich im Mittelwert von 4.178 US-Dollar je Tonne. Interessanterweise muss dabei erwähnt werden, dass die derzeitig erzielten internationalen Handelspreise bei der Währungsangleichung auf den europäischen Euro teilweise höhere Erlöse erreichen, als im Vergleich zum hiesigen Binnenmarkt. Vollmilchpulver wurde bei 3.458 US-Dollar je Tonne bzw. um Plus 2,3 Prozent höher gehandelt. Da die angelieferten Milchmengen zum Übergang ins neue Jahr auch in Europa nicht mehr die Dynamik wie in 2020 aufweisen, haben sich die Milchmärkte hier etwas ausgeglichen und weisen vor allem bei Standardmilchprodukten eine festere Tendenz auf. Obwohl beim Handel teilweise noch kurzfristig feste Kontrakte vorliegen, sind dennoch Milchpreisverbesserungen auch hierzulande im gewissen Umfang durchaus möglich. Allerdings mit vager Zuversicht, denn keiner kann derzeit Abschätzen, welchen Einfluss die Corona-Pandemie auf unsere Gesellschaft und die allgemeine Wirtschaft abrupt und kurzfristig noch nehmen kann. Hierzu gibt es leider allzu viele Optionen!

 

GDT-Auktion vom 02. Februar 2021
GDT und Fonterra Milchpreis
Tabelle der GDT-Auktionen

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