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FAO-Index für Milchprodukte – die 200-Punkte-Linie knapp verfehlt

Globaler Handel mit Entwicklungspotential

Mitte des Jahres haben sich weltweit die Milchanlieferungsmengen in ihrem Potenzial abgeschwächt. Wie in Europa erfolgten auch in den Vereinigten Staaten, Neuseeland, Australien und Argentinien Rückgänge in der Milchabgabe. Zugleich nimmt aber nach wie vor der internationale Handel mit Agrarprodukten weiter zu. Der Handelsumfang steigt hauptsächlich deshalb an, weil sich jährlich die Weltbevölkerung erhöht, aber auch aufgrund der Steigerung der Kaufkraft von Ländern, die einen expansiven Importbedarf an Milcherzeugnissen haben. Überwiegend sind dies Staaten mit einem hohen Rohölexport. Nicht zu unterschätzen ist, der Zuspruch zur Ernährung mit Milchprodukten in Asien und Afrika. Alle diese Gründe zusammen haben die globalen Handelsmengen in den vergangen Jahren ansteigen lassen. Auch die europäischen Molkereien profitieren von diesem Trend. Die Exportmengen der Europäischen Union in die Drittländer sind in den letzten Jahren zusehends freundlich angestiegen.
Ebenfalls, zwar mit einer kleineren Erlösdelle im ersten Halbjahr 2019, erhöhten sich, aus den anführten Gründen, die internationalen Verkäufe an Milchprodukten, sodass die europäischen Molkereien nun fester am Markt agieren konnten und seit dem letzten Jahresdrittel 2019 wieder anziehende Verkaufspreise erwirtschaftet haben. Zu beobachten ist diese Entwicklung  bei der 14-tägigen Auktion der Handelsplattform des Global Dairy Tender (GDT).

Manko – Protektionismus einzelner Länder
Leider haben Wahlversprechungen in Richtung Machtstreben nur für das eigene Land oft den sehr starken negativen Beigeschmack eines heraufkommenden Protektionismus. Nicht nur der oft damit einhergehende politische Ruck weg von Toleranz, Offenheit und Verständnis, auch die Wirtschaft leidet unter einer angepriesenen Abschottung und Intensivierung der eigenen Wirtschaft. Schließlich können solche Ideen, in der Hoffnung es stärkt wirklich die eigene Wirtschaft, nur dadurch durchgesetzt werden, wenn Handelsbeziehungen letztendlich restriktiv gekappt werden. Die Folgen sind oft Handelshemmnisse durch höhere Zölle oder Beschränkungen von Handelsquoten bei verschiedenen Produkten. Den offenen Welthandel, der durch langjährige Verhandlungen der WTO (World Trade Organisationen) entstanden ist, haben bedauerlicherweise eine geringe Anzahl von Regierungschef rigoros und schlagartig auf Eis gebracht. In der Konsequenz müssen nun viele Staaten, auch die Europäischen, aufwendige und lang andauernde Aufbauarbeit leisten, um mit einer Vielzahl von Handelsbeziehungen zwischen den Staaten diese Einschränkungen wieder wettzumachen.

Dennoch konnte der Welthandel mit Milchprodukten an Menge und auch an Verkaufspreisen zulegen, so dass nach einem kleinen Rückgang der Handelspreise zur Jahresmitte 2019, im zweiten Halbjahr sich der Exporthandel verbessern konnte. Infolgedessen erreicht der FAO-Index mit fast 199 Punkten annährend wieder die 200-Punkte Linie und liegt damit beinahe auf dem 10-jährigen Mittelwert. Die Bandbreite der Bewegungen im gesamten Jahr 2019 verdeutlicht ein ganzjährig festes Marktgefüge mit wenig großen Schwankungen.

 

 

FAO-Index für Milchprodukte
FAO Notierungen Milchprodukte
FAO - GDT Tender

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