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EU-Milchanlieferungen September 2021

Das Amt für Statistik der Europäischen Union, kurz Eurostat genannt, hat die Milcherzeugungsmengen der 27 EU-Staaten veröffentlicht. Das Vereinigte Königreich (United Kingdom) wird in der Auswertung extra aufgeführt. Die Daten werden bei Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB) publiziert.

Anmerkung: Die Werte des Jahres 2020 wurden um den Schalttag bereinigt!

Annäherung ans Vorjahr
Die Milcherzeugung in der Europäischen Union (EU) zeigt nach dem aktuell veröffentlichten Bericht der Eurostat für den September 2021 eine leichte Unterlieferung. Mit 11,475 Milliarden Kilogramm Milch wurde die Höhe zum Vorjahr um Minus 0,1 Prozent unterschritten. Die vorläufige Gesamtanlieferung im 3. Quartal 2021 liegt, verglichen mit Vorjahreszeitraum, um 0,4 Prozent höher. Die vorläufige kumulierte Menge beträgt 110,433 Milliarden Kilogramm Milch (Vorjahresmilchmenge: 109,988 Milliarden Kilogramm), dies entspricht einem Plus von gut 400 Millionen Kilogramm Milch. Tendenziell unterschreiten derzeit genauso viele Länder ihre Milchproduktion wie sie es überschreiten.

In der Milchanlieferungsstatistik der einzelnen EU-Staaten zeigt sich weiterhin eine Differenzierung der Milchproduktion. In einigen Ländern ist das Produktionsprofil stetig ansteigend, während andere Staaten bereits seit längerem das Niveau nicht mehr halten. In Deutschland, Frankreich und den Niederlanden ging die Milcherzeugung schon im letzten Jahr auffällig zurück. Deutschland meldet im September 2021 ein Minus von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Frankreich und die Niederlande reduzieren die Produktion um 0,7 bzw. 4,1 Prozent. In Dänemark dagegen zeigt sich das Anlieferungsverhalten auf der Höhe des Vorjahres. Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die Milcherzeugung in Polen nachgelassen. Im aktuellen Monat lag das Milchaufkommen auf Vorjahresniveau. Markant über dem Vorjahresmonat befindet immer noch die Milchabgabe in Irland und Italien. Hier wurden Erhöhungen von 7,4 bzw. 5,7 Prozent registriert.

Die kumulierte Milcherzeugung der EU-Staaten (Januar bis September 2021) bleibt im Abstand noch über dem Vorjahr und liegt um 0,4 Prozent höher. Insgesamt wurden vorläufig 110,433 Milliarden Kilogramm an die Molkereien geliefert, das sind gut 400 Millionen Kilogramm Milch mehr als im Jahr 2020. Das Anlieferungsverhalten der europäischen Länder zeigt sich dabei fast identisch mit den vergleichbaren Vorjahreszeiträumen. Eine deutliche Erhöhung in der Michproduktion zeigen Irland und Italien. Nach neun Anlieferungsmonaten in 2021 befindet sich der Abstand bei Plus 6,5 bzw. 5,1 Prozent zum Vorjahr. Mit diesen Tendenzen könnten die beiden Länder erstmals die Linie von 9 bzw. 11 Milliarden Kilogramm Milch überschreiten. In Polen hat sich dagegen die dynamische Milcherzeugung der letzten Jahre gemindert. Die aufsummierte Milchmenge beträgt jetzt 9,5 Milliarden Kilogramm Milch, dies entspricht nur noch einem Plus von 0,7 Prozent. In Deutschland, Frankreich und den Niederlanden wird voraussichtlich die Jahresmenge des Vorjahres nicht erreicht werden. Die Abweichung zur Liefermenge des Vorjahres dieser drei EU-Länder liegt bereits jetzt bei über einem Prozent. Somit kann der negative Anlieferungstrend der ersten neun Kalendermonate nicht mehr gestoppt werden kann. In Dänemark könnte sich die Jahresmilchmenge 2021 um die Höhe des Vorjahres einpendeln.

Nach Angaben der AHDB liegt die vorläufige Gesamtanlieferung des Vereinigten Königreichs im 3. Quartal 2021 um 0,6 Prozent höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Somit könnte die Jahresmilchmenge von 15 Milliarden Kilogramm Milch knapp überschritten werden.

 

EU-27 Milchanlieferungen September 2021
EU-Milchanlieferungen Deutschland
EU-Milchanlieferungen Frankreich
EU-Milchanlieferungen Niederlande
EU-Milchanlieferungen Dänemark
EU-Milchanlieferungen Polen
EU-Milchanlieferungen Irland
EU-Milchanlieferungen Italien
Milchanlieferungen Vereinigtes Königreich

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