Menü

News

unsplash(c)luca-basili

EU-Milchanlieferungen August 2021

Das Amt für Statistik der Europäischen Union, kurz Eurostat genannt, hat die Milcherzeugungsmengen der 27 EU-Staaten veröffentlicht. Das Vereinigte Königreich (United Kingdom) wird in der Auswertung extra aufgeführt, Bezugsquelle ist dabei die Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB).

Anmerkung: Die Werte des Jahres 2020 wurden um den Schalttag bereinigt!

Noch leichtes Mengenwachstum
Im Hinblick auf die Milchabgaben in der Europäischen Union (EU) zeigt der aktuell veröffentlichte Bericht der Eurostat für die ersten acht Monate 2021 eine noch überwiegend erhöhte Milcherzeugung an. Während die Milchanlieferungsmenge im Vormonat Juli 2021, mit Minus 0,4 Prozent, sich als rückläufig erwiesen hat, steigt nun, wie auch in den Monaten März bis Juni 2021, die EU-27 Milcherzeugung erneut wieder an.

Im Monat August 2021 wurden insgesamt in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union 12,153 Milliarden Kilogramm Milch erzeugt. Dies bedeutet ein Plus von 0,4 Prozent  und somit einen Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat von 130 Millionen Kilogramm. Das kumulierte Milchaufkommen der letzten acht Monate erreicht, durch die erhöhte Milchproduktion von bereits fünf Kalendermonaten, in diesem Jahr ein vorläufiges Plus in Höhe von 0,5 Prozent. Die Gesamtmilchmenge liegt bei 98,950 Milliarden Kilogramm (Vorjahresmilchmenge 98,505 Milliarden Kilogramm).

Die Milchanlieferungsstatistik zeigt, nach einzelnen EU-Staaten differenziert, ein unterschiedlich entwickeltes Produktionsprofil. Nach wie vor, mit teils deutlichem Abstand gegenüber dem Vorjahresniveau, liefern die Milcherzeuger in Irland, Polen und Italien an. Im Berichtsmonat August 2021 kamen allerdings neu auch die Milchabgaben der Länder Frankreich und Dänemark hinzu.

In Deutschland und den Niederlanden ist dagegen die Milcherzeugung zurückgegangen. Obwohl in einigen Ländern die aktuelle Monatsmilchmenge gegenüber dem Vormonat angestiegen ist, so erweist sich dennoch die vorläufige aufsummierte Milchanlieferungsmenge niedriger als im zurückliegenden Jahr. Im vorläufigen Jahresmengenvergleich werden von den größeren Milcherzeugungsländern Irland (+ 6,4 %), Polen (+ 0,7 %) und Italien (+ 5,0 %) höhere Milchproduktionen gemeldet. Während in Deutschland (- 1,1 %), Frankreich (- 0.8 %) und in den Niederlanden (- 1,5 %) die kumulierten Milchmengen negativ ausgefallen sind.

Nach der AHDB befindet sich die Milchmenge von United Kingdom ebenfalls stetig unter dem Vorjahr. Im Monat August 2021, wie auch die Milchmenge der letzten acht Monate, liegt der Vormonatsvergleich bei Minus 2,9 Prozent bzw. im vorläufigen Vorjahresvergleich bei 2,2 Prozent. Möglicherweise könnte die Jahresmilchmenge des Vereinigten Königreichs 2021 nur noch knapp die 15-Milliarden-Kilogrammlinie überspringen.

Nach Angaben aus Brüssel, beträgt der Anteil der ökologisch/biologischen Milch an der Gesamtmilchanlieferungsmenge der Europäischen Union (EU) inzwischen 4,4 Prozent. Spitzenreiter sind Österreich mit einem Segment von 18,7 Prozent, Schweden mit 16,9 Prozent und Dänemark mit 12,7 Prozent an der Gesamtmilchmenge ihres Landes. In Deutschland liegt der Anteil der Bio-Milchproduktion bei knapp 4 Prozent. Die niedrigste Bio-Milcherzeugung ist in Polen anzutreffen.

EU-27 Milchanlieferungen Stand August 2021
EU-Milchanlieferungen Deutschland
EU-Milchanlieferungen Dänemark
EU-Milchanlieferungen Frankreich
EU-Milchanlieferungen Irland
EU-Milchanlieferungen Italien
EU-Milchanlieferungen Niederlande
EU-Milchanlieferungen Polen

Zurück zur Listenansicht

Geschäftsstelle München
Geschäftsstelle Schwaben
Geschäftsstelle Nordbayern