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EU-Milchanlieferungen April 2022

Vom Amt für Statistik der Europäischen Union wurden die Milcherzeugungsmengen der 27 EU-Staaten veröffentlicht. Das Vereinigte Königreich (United Kingdom) wird in der Auswertung extra aufgeführt. Die Daten werden bei Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB) publiziert. (Anmerkung: Die Werte des Jahres 2020 wurden um den Schalttag bereinigt!)

Rückläufiges Erzeugungsniveau
Die Milchproduktion in der Europäischen Union (EU) hat nach dem aktuell veröffentlichten Bericht der Eurostat für den April 2022 erneut ein rückläufiges Anlieferungsergebnis der europäischen Milcherzeuger errechnet. Mit 12,73 Milliarden Kilogramm Milch ergab die monatliche Milchanlieferung im April 2022 eine prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat von Minus von 0,8 Prozent. Die Erfassung im April 2022 lag somit um 100 Millionen Kilogramm Milch im Vergleich niedriger als noch vor einem Jahr.

Im ersten Jahresdrittel 2022 hat es nur ein einziges Mal ein erhöhtes Anlieferungsniveau im Februar gegeben. In den drei anderen Kalendermonaten lag das monatliche Milchaufkommen darunter. Der höchste Rückgang wurde jetzt im April 2022 errechnet. Laut der vorläufigen Auswertung von EUROSTAT liegt nun die Gesamtmilcherzeugung im ersten Jahresdrittel 2022 daher unter der Vorjahresmenge. Insgesamt wurden in der EU-27 für diesen Zeitraum 48,206 Milliarden Kilogramm Milch erfasst. Dies ergibt ein Minus von 0,3 Prozent bzw. annähernd 150 Millionen Kilogramm weniger Milch. Weiterhin zeigt sich die Produktionsentwicklung in den großen Milcherzeugerregionen Europas wie in Deutschland, Frankreich und Niederlanden abfallend.. Hier beträgt der kumulierte Rückgang zwischen Minus 1,5 und 2,0 Prozent. Erstaunlicherweise lag zum zweiten Mal in diesem Jahr die Milchabgabe in Irland unter Vorjahr. Im Monat März und April 2022 befanden sich die Auswertungen deutlicher im Minus, so dass sich jetzt der Abstand für das erste Jahresdrittel in Irland – vorläufig – bei 0,7 Prozent befindet. Dagegen bleibt weiterhin die Milcherzeugung in Polen und in Italien aufstrebend. Beide Länder belegen deutlich ansteigende Tendenzen von 2,4 bzw. 4,1 Prozent für die ersten vier Kalendermonate in 2022. Ebenfalls mit leichtem Überhang zum Vorjahr signalisiert auch Dänemark. Der skandinavische Staat übertrifft sein vergleichbares Vorjahresergebnis bislang um 0,5 Prozent, obwohl der April 2022 in der Anlieferung ein Minus von 0,4 Prozent ergab.

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