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EU-Marktausschuss: Sitzung vom 26. Juni 2020

Auf der 34. Sitzung, am 26. Juni 2020, trafen sich per Videokonferenz, die Vertreter des MMO-Wirtschaftsausschusses (MMO Economic Board), mit Teilnehmern aus den verschiedenen angeschlossenen Stufen der Milchwirtschaft: CEJA (Junglandwirte), COPA-COGECA (Produzenten und Genossenschaften), ECVC Via Campesina (Landwirte), EMB (European Milch Board), EDA (Milchindustrie), Eucolait (Milchwirtschaft) sowie der Eurocommerce (Einzelhandel) um über die Milchmarktlage zu diskutieren.
Von diesen Experten wurde die aktuelle Marktsituation in verschiedenen Sitzungsrunden und Vorträgen analysiert, entsprechend bewertet, aufgelistet und anschließend die Ergebnisse bekanntgegeben.

Bitte klicken Sie hier zu den Vorträgen und Grafiken
(Zusammenfassung aus dem englischen Markttext)

Nach Angaben der EU-Kommission liegt die Milchanlieferung der 27 EU-Mitgliedsstaaten im Monat April 2020 um 0,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Dies bedeutet ein Plus 107 Millionen Kilogramm Milch. In den ersten vier Monaten 2020 hat somit die kumulative Milcherzeugungsmenge um 2,4 Prozent zugenommen. Die höchsten Zuwachsraten verzeichneten die Länder Irland, Italien und die Niederlande. In neun Mitgliedsstaaten ist die Milchproduktion gegenüber dem April 2019 gesunken.

Das höhere Milchaufkommen, führte demzufolge zu einem Produktionsanstieg bei den Milchprodukten, mit Ausnahme von Rahm und Sahne. Eine erhöhte Produktionsentwicklung ist vor allem bei Vollmilchpulver mit plus 8,3 Prozent und der Trinkmilch, mit einer beachtlichen Anstiegsmenge von 4 Prozent festzustellen.

Als durchschnittlicher Milchpreis in Europa wird für den Monat April 2020 ein Betrag von 33,53 Cent pro Kilogramm Milch errechnet. Dies ist 3,1 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dennoch, so die EU-Kommission, liegt, im Schnitt der letzten fünf Jahre, der Milchpreis um 5,1 Prozent über dem Durchschnitt. Für den Monat Mai 2020, schätzt die EU-Kommission, einen durchschnittlichen Milchpreis in einer Höhe von etwa 33 Cent pro Kilogramm Milch.

Die Marktpreise sind seit Jahresbeginn bei Butter und ab Mitte März 2020 auch wieder bei Magermilchpulver gefallen. Obwohl derzeit eine Erholungsphase auf dem Milchmarkt zu erkennen ist, liegt der Butterpreis dennoch unter den Werten von 2019, während, mit leichter Verbesserung, der Magermilchpulverpreis nun wieder das Vorjahresniveau übertroffen hat. Die Käsepreise befinden sich in ihrer Höhe im Großen und Ganzen auf dem Vorjahresergebnis.

Im Monat April 2020 konnten die Exportgeschäfte wieder an Dynamik gewinnen. Der erhöhte Anteil an Ausfuhrmöglichkeiten unterstützt den Milchmarkt, der im April 2020, aufgrund der Kontaktbeschränkungen, noch immer durch die schwache Nachfrage im Foodservice-Bereich leidet.

Die globale Milchproduktion der Hauptexportländer erhöhte sich in den ersten vier Monaten des Jahres 2020 um 1,7 Prozent. Nur in der Einzelbetrachtung ist bei der Milcherzeugung von Neuseeland ein Rückgang von 1,7 Prozent zu beobachten.

Generell befindet sich der Milchmarkt in einer Phase der Unsicherheit. Neben den negativen Einflüssen durch Covid-19 bewirken auch die steigenden globalen Erzeugungsmengen, dass sich die Konjunkturparameter leider nur langsam erholen. Infolgedessen erweist sich das Kaufinteresse auf den internationalen Märkten sowie die Außer-Haus-Nachfrage als schwach. In den kommenden Monaten ist durchaus eine gewisse Marktbewegung zu erwarten. Da das derzeitige Marktgleichgewicht sich weiter unsicher (empfindlich) gestaltet, wird sich das auch im Milchpreisergebnis widerspiegeln.

 

 

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