Menü

News

Fotolia (c) Ipstudio 41465385

EU Marktausschuss: Sitzung vom 19. September 2019

Auf der 31. Sitzung, am 19. September 2019, trafen sich die Vertreter des MMO-Wirtschaftsausschusses (MMO Economic Board), mit Teilnehmern aus den verschiedenen angeschlossenen Stufen der Milchwirtschaft: CEJA (Junglandwirte), COPA-COGECA (Produzenten und Genossenschaften), ECVC Via Campesina (Landwirte), EMB (European Milch Board), EDA (Milchindustrie), Eucolait (Milchwirtschaft) sowie der Eurocommerce (Einzelhandel) um über die Milchmarktlage zu diskutieren. Von diesen Experten wurde die aktuelle Marktlage in verschiedenen Sitzungsrunden analysiert, entsprechend bewertet, aufgelistet und anschließend die Ergebnisse bekanntgegeben.

Bitte klicken Sie hier zum vollständigen englischen Markttext!

(Zusammenfassung aus dem englischen Markttext)

Die Milchanlieferung ist, in der Erhebung von Januar bis zum Juli 2019, in der Europäischen Union leicht angestiegen und hat dabei, im Vergleich zum Vormonat, im Monat Juli 2019 um 0,2 Prozent zugenommen. Gegenüber der kumulierten Jahresmilchmenge von Januar bis Juli 2018, befinden sich die kumulierten Anlieferungsmengen 2019 ebenfalls nur noch 0,2 Prozent über den Vorjahreswerten. Zu den erhöhten Milchanlieferungsmengen haben hauptsächlich das Milchaufkommen aus Irland, mit einem Wachstum im Monat Juli 2019 von gut 10 Prozent bzw. 92 Millionen Kilogramm Milch, aber auch die Milchproduktion im Vereinigten Königreich beigetragen. Ein geringeres Produktionswachstum weisen dagegen die Länder Deutschland, Frankreich und die Niederlande auf.

Infolge der moderaten Milcherzeugung haben sich die Produktionszahlen der Milchprodukte unterschiedlich entwickelt. Im Bereich Butter wurde 2,8 Prozent mehr erzeugt, bei Rahm ein Plus von 1,4 Prozent. Auch die Magermilchpulverproduktion zeigt noch ein kleines Plus von 0,3 Prozent an. Gesunken sind in den ersten sieben Monaten dagegen, die Produktionszahlen von Vollmilchpulver (- 3,7 Prozent), von Konsummilch (- 2,1 Prozent) und von Käse (- 0,6 Prozent).

Der Milchpreis hat sich zumeist stabilisiert. Dementsprechend befindet sich der EU-Durchschnitt im Monat Juli 2019 auf einer Höhe von 33,7 Cent pro Kilogramm Milch. Somit liegt der durchschnittliche Milchauszahlungspreis mit 5 Prozent Zuwachs etwas höher als der Milchpreismittelwert der letzten 5 Jahre. Allerdings offenbart sich auch, dass ebenso die Betriebskosten angestiegen sind.

Die Preise der Milchprodukte entwickeln sich abweichend zum eingeleiteten Trend des letzten Jahres. Während Butter in der Jahresfortschreibung im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent Erlöseinbußen aufweist, konnten dagegen Magermilchpulver mit 25 Prozent Steigerungsraten, Vollmilchpulver mit 8 Prozent Erhöhung sowie Cheddarkäse mit 2 Prozent mehr, sich vorteilhafter entwickeln. Während bei Molkenpulver und Schnittkäse die Preise leicht eingebrochen sind.

Die Lagerbestände von Milcherzeugnissen, so die Marktexperten, sind im Magermilchpulverbereich gänzlich verschwunden, allerdings zeigen die Bestände von Butter und Käse ein ähnliches Niveau wie im vergangenen Jahr an. Die Lagerbestandzahlen ergeben sich aus den laufenden Produktionsmengen, abzüglich des Inlandsverbrauches und der Ausfuhrmenge, zuzüglich der Importmenge. Hieraus errechnet sich dann ein Differenzbetrag, der dann als Lagerbestand bezeichnet wird. Butter verfügt somit über einen „Lagerbestand“ zwischen geschätzten 150.000 bis 200.000 Tonnen bzw. bei Käse liegt der Bestand auf einer Höhe von zirka 400.000 Tonnen. Obwohl das Lagerbestandsniveau sich gegenüber dem Vorjahr etwas erhöht hat, wird dies von Seiten der Branche nicht als nicht bedenklich eingestuft.

Zur Weltmilchproduktion, resümiert die Marktkommission, dass seit den letzten neun Monaten, das Milchangebot auf dem Weltmarkt weitestgehend stagniert bzw. für das erste Halbjahr 2019 sogar ein leichter Rückgang feststellbar ist. Vor allem die Milcherzeugungen in Ozeanien und Südamerika, aber auch die Seitwärtsbewegung der Milchproduktionsentwicklung in der Europäischen Union und in den Vereinigten Staaten sind die Gründe für die Verkleinerung der globalen Milchmenge. Da gleichzeitig die weltweite Nachfrage weiter leicht ansteigende Zahlen anzeigt, haben sich die internationalen Marktpreise der Milchprodukte verbessern können. Gute Käufer von Milcherzeugnissen bleiben nach wie vor die Abnehmer aus den Staaten des asiatischen Bereiches, auch die Kaufinteressenten aus den Vereinigten Staaten sowie auch die Kunden der Erdöl exportierenden Länder. Zum ersten Mal, so die Kommission, wurden Buttermengen aus Indien in die Türkei exportiert.

In der Zusammenfassung des gesamten internationalen Milchmarktes zeigt sich generell, dass weiterhin positive Signale festzustellen sind. Allerdings, so schränkt die Kommission ein, können die gegenwärtigen Handelshemmnisse und Handelsbeschränkungen, wie zum Beispiel die Erhöhungen von Einfuhrzöllen das Milchgeschäft essentiell negativ beeinflussen. Ebenso werden auch die Unsicherheiten, in Bezug auf das Abkommen von Großbritannien mit der Europäischen Union (Brexit), auf die Marktentwicklung einwirken.

 

 

Zurück zur Listenansicht

Geschäftsstelle München
Geschäftsstelle Schwaben
Geschäftsstelle Nordbayern