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EU-Drittlandexport Oktober 2020

Die Bilanz des Monats Oktober 2020 zeigt, dass die Ausfuhren der Milchprodukte aus der Europäischen Union in die Drittländer die Absatzschwäche durch Covid-19 bzw. das daraus entstandene Defizit im zweiten Quartal 2020 ausreichend bis gut kompensieren konnten. Und dies auch noch, obwohl seit der Präsidentschaftswahl in den USA, der Dollarkurs gegenüber dem Europäischen Euro angestiegen ist und sich die europäischen Milcherzeugnisse dadurch auf den internationalen Märkten verteuert haben. Angesichts der Chancen mehr Menge auf dem Weltmarkt absetzen zu können, haben sich auch die Handelspreise mit Beginn des letzten Quartals 2020 weiter erhöht. Infolgedessen konnten alle wichtigen Milchprodukte, wie Butter, Käse und Milchpulver die Höhe ihrer Erlöse steigern.

Die Absatzmengen von Käse erreichten – nachdem nun das Vereinigte Königreich (UK) seit Februar 2020 als EU-Drittlandstaat hinzugekommen ist – einem Wert von 1.110,1 Millionen Kilogramm. Gegenüber dem gleichbaren Vorjahr 2019 mit 1.080,6 Millionen Kilogramm, wurden bislang exakt 29,5 Millionen Kilogramm mehr verkauft. Ähnliche positive Verbesserungsabstände sieht man auch bei Butter, Vollmilch- und Molkenpulver. Hier wurden innerhalb der 10 Monate 257,3 Millionen Kilogramm Butter/-öl, 294,1 Millionen Kilogramm Vollmilchpulver bzw. 565,4 Millionen Kilogramm Molkenpulver verkauft. Dies bedeuten prozentuale Steigerungen zwischen 7,8 und 12,2 Prozent gegenüber dem zurückliegenden Jahr.

Nur bei Magermilchpulver sind die Ausfuhren stärker zurückgegangen. Gegenüber 2019 wurden bislang insgesamt gut 121.000 Tonnen weniger Magermilch abgesetzt. Diese Zahl überrascht aber eigentlich nicht, da im Jahr 2019 der hohe Lagerbestand aus der öffentlichen Intervention ausgelagert worden ist und am Weltmarkt angeboten und verkauft werden konnte. Im Vergleich zu 2018 offenbaren sich die gehandelten Mengen an Magermilchpulver dagegen als sehr ansprechend.

Auch wenn das Thema „Corona“ uns weiter beschäftigen wird und zusätzliche Einschränkungen nicht ausbleiben werden, wird der globale Handel mit Milchprodukten bislang nicht negativ belastet. Daher ist davon auszugehen, dass die Jahresbilanz des Drittlandexportes für 2020 sich nicht hinter dem Vorjahr verstecken muss. Eigentlich zeichnet sich schon ab, dass das Jahreshandelsvolumen der europäischen Milchprodukte sich erfreulicher gegenüber 2019 präsentieren könnte.

Anmerkung: Vergleichbarkeit der EU-Drittland-Exportstatistik
Da zum 31. Januar 2020 das Vereinigte Königreich (UK) aus der Europäischen Union ausgetreten ist, wird die Exportstatistik mit 27 EU-Staaten weitergeführt. Bedauerlicherweise wurde in der aktuellen Statistik nur begrenztes Zahlenmaterial veröffentlicht. Infolgedessen können die Werte des laufenden Kalenderjahres 2020 nur mit denen des Jahres 2019 lückenlos verglichen werden. Die Werte des Jahres 2018 wurden bei den Milchprodukten Butter/Butteröl, Kondensmilch, Molkenpulver, Milch und Sahne geschätzt.

 

EU-Drittlandexport Stand Oktober 2020

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