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EU Drittlandexport Januar 2020

Eigentlich ein guter Start

Beherrscht durch den Coranavirus, verspüren die Märkte allgemein und speziell die Entwicklung auf dem Milchmarkt, derzeit nicht gerade eine euphorische Hoffnung. In beiden Hemisphären der Welt läuft in der Gesellschaft sowie in der Wirtschaft nichts mehr so, wie es einmal gewesen war.

In Inland verschieben sich die Handelsströme der Milchprodukte, mit teilweise 200-prozentigen Steigerungsraten bei länger haltbaren Milcherzeugnissen wie H-Milch, Käse und Butter, hervorgerufen durch Hamsterkäufe der Verbraucher. Dagegen hat der internationale Warenaustausch extrem nachgelassen oder ist ganz zum Erliegen gekommen. Entweder, weil die Landesgrenzen abgeriegelt wurden oder die geeigneten Transportmittel für die Güterbeförderung nicht ausreichend vorhanden sind bzw. komplett fehlen.

So gesehen zeigt die erste Handelsbilanz der Europäischen Union für den Monat Januar 2020, dass der Export von Milchprodukten in die Drittländer eigentlich hervorragend angelaufen ist. Eigentlich!

Bei der Aufschlüsselung in die verschiedenen Milcherzeugnisse, signalisieren die Absatzzahlen erste Verbrauchertrends, kündigen aber teils schon bereits einschränkende Maßnahmen durch das Auftreten des Coronavirus an. Der Milchpulverbereich, hauptsächlich bei Magermilchpulver und Molkenpulver, meldete schon im Januar 2020 eine gewisse Verkaufsschwäche, da China infolge des Coronavirus mit Handelseinschränkungen reagiert hat. Dagegen erfolgte der Export in die anderen Drittstaaten, vorzugsweise von Käse und Butter, gegenüber der Vorjahresentwicklung ansteigend. Frischmilch und auch Vollmilchpulver wurden leicht verbessert abgesetzt. Betrachtet man den Gesamtabsatz, so war beim Jahresstart die Ausfuhr von Milchprodukten außerhalb der europäischen Union eigentlich nicht schlecht.

Da die Welt sich nun inzwischen in einer Corona-Pandemie-Krise befindet, werden die nächsten Monatsauswertungen, sei es im ganzen globalen Handel, wie auch beim EU-Drittlandexport, ganz andere Verkaufsmengen aufweisen. Und das, obwohl die Importeure von Milchprodukten Ware benötigen, aber die Exporteure keine Milcherzeugnisse mehr über die Landesgrenze transportieren dürfen. Eine verkehrte Welt!

 

 

EU-Drittlandexport von Milchprodukten

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