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DBV-Fachausschuss Milch mit Bündel an Themen

Ende letzter Woche tagte - im Vorfeld des Berliner Milchforums - der DBV-Fachausschuss Milch, an dem als ständiges Mitglied VMB-Vorsitzender Wolfgang Scholz sowie aufgrund der aktuellen Themen auch die VMB-Geschäftsführung teilgenommen hat.

Auf der Agenda stand wieder einmal die Novellierung der Milch-Güteverordnung. Die Vertreter des zuständigen Referats im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) berichteten über den aktuellen Stand auf der Grundlage des derzeit vorliegenden Arbeitsentwurfes. Seit 2015, in manchen Verbänden bereits noch früher, wird mehr oder weniger intensiv an der Überarbeitung der seit 2010 in dieser Fassung gültigen Verordnung herumgebastelt - und dies im wortwörtlichen Sinn. Angesichts der zahlreichen notwendigen Abstimmungen mit anderen Bundesministerien (Wirtschaft und Justiz), aber auch einer notwendigen Anhörung in Brüssel, vermag man an einen Abschluss und ein Inkrafttreten noch in diesem laufenden Jahr gar nicht zu denken. Strittig sind nach wie vor die Gestaltung der Hemmstoffnachweise und auch die Abzüge beim Nachweis von Hemmstoffen. Der VMB unterstützt hier die risikoorientierte Absenkung des Abzuges auf bis zu 3 Cent - anstatt der bisher geltenden obligatorischen 5 Cent.

Nach wie vor Diskussionsthema sind die Themen Anbindehaltung - hier wurde von bayerischer Seite der Stand der Diskussion um die "Kombihaltung" vorgestellt - und auch das Tier-/Liegeplatzverhältnis bzw. das Tier-/Fressplatzverhältnis, die in Bayern eine ganz andere Brisanz und auch Sichtweise bei der Verwaltung haben als auf Bundesebene (Stichwortwort: Europäisches Übereinkommen zum Schutz von Tieren in landwirtschaftlichen Tierhaltungen - Empfehlungen für das Halten von Rindern).

Es sind aber nicht nur die typischen Milchthemen, die seit geraumer Zeit unsere Rinder- und Milchviehhalter in Atem halten und - man muss es so hart sagen - für großen Frust und Unverständnis sorgen: Die aktuelle Situation bei der Blauzungenerkrankung schafft ebenso Verunsicherung wie die wieder geöffnete Düngeverordnung (DüVO). Die vorgesehenen Verschärfungen der Bundesregierung bei der DüVO kommen nach Ansicht vieler ehrenamtlicher Funktionsträger im Fachausschuss Milch für etliche Betriebe einem Berufsverbot gleich. Ebenfalls Thema des Ausschusses war der aktuelle Stand bei der Revision des Standards QM-Milch 2020, der ab dem kommenden Jahr in Kraft treten soll. Darüber wird bei der nächsten Sitzung des Fachbeirates QM-Milch Anfang nächster Woche nochmals ausführlich diskutiert - und der VMB als ständiger Begleiter in den Fachgremien wird an dieser Stelle aktuell informieren.

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