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Butterpreise: Handel gönnt sich den Corona-Bonus

Seit Beginn des Monats gilt zwischen den „Deutsche Markenbutter“ produzierenden Molkereien und den Akteuren des deutschen Lebensmitteleinzelhandels für deren Eigenmarken neue Preise.

Dem Handel ist es leider gelungen, für diesen Monatskontrakt den Butterpreis um fast 30 Cent/kg zu drücken. Inklusive des heutigen Freitags hat der Handel aber noch keine Veranlassung sehen müssen, diesem reduzierten Einkaufspreis auch niedrigere Abgabepreise folgen zu lassen. Warum auch? Die Bestellungen für abgepackte Butter haben seit Ende Februar stark angezogen. Infolge der Verunsicherung durch die Ausbreitung des Coronavirus auch in Deutschland ist anscheinend bei der Verbraucherschaft eine hoch ansteckende (?) Kauf- und Vorratswut ausgebrochen. Gerade länger haltbare und energiereiche Nahrungsmittel sind in solch unsicheren Zeiten beim Verbraucher heißbegehrt. Bei einem derartig verkaufsfördernden Rückenwind sind somit schnelle Preiszugeständnisse seitens des Handels nicht unbedingt und vor allem nicht so schnell auf der Agenda. Auch wenn davon auszugehen ist, dass in den kommenden Tagen die Butterpreise im Kühlregal von derzeit 1,35 Euro auf wahrscheinlich 1,29 Euro/250 g angepasst werden, kann sich der Handel bis dahin auf eine erkleckliche Marge freuen. Um einmal die Größenordnung in konkreten Zahlen darzustellen: In der letzten Februarwoche gingen fast 3.000 t Butter über den Großhandel in den Markt - und diese Menge multipliziert mit 30 Cent! Für den Handel kommt der Osterhase in diesem Jahr also schon im März.

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