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Butterpreise: Absturz und (halb) retour

Zu Beginn des Monats wurde wieder eine neue Preisvereinbarung zwischen den Molkereien und dem Lebensmitteleinzelhandel für Deutsche Markenbutter, Eigenmarke des Handels, abgeschlossen. Nach dem dramatischen Rückgang von 84 Cent/kg für Mai konnten jetzt wieder deutlich bessere Konditionen vereinbart werden. Der Verlust auf Seite der Verarbeiter wird aber nicht komplett wettgemacht, da das Plus nach VMB-Informationen nur 0,44 Euro/kg betragen soll. Die Preise für den Verbraucher haben seit dem gestrigen Mittwoch (fast) wieder das Niveau vom Monat April erreicht.

Es war für die Erzeugerseite deprimierend, wie sich in den vergangenen Monaten die Fett- respektive die Butterpreise entwickelt haben: Bei den drei Kontraktverhandlungen für Februar, März und Mai wurden seitens des Handels dreimal Preisrückgänge durchgesetzt und dabei - nach VMB-Recherchen - insgesamt 1,34 Euro pro Kilogramm verloren. Und das, obwohl sich Butter in Zeiten der Corona-Pandemie für den Verbraucher als "überlebensrelevantes" Krisen-Lebensmittel herauskristallisiert und sehr guter Nachfrage erfreut hat. Für den aktuellen Kontrakt im Monat Juni, konnte erstmals der Rückenwind aus der jüngsten Entwicklung bei den Rahmpreisen und vor allem auch bei der Notierung für die Blockbutter genutzt werden, um die Preise wieder positiv gestalten zu können.

Der Handel hat, im Gegensatz zu Preissenkungen, die in den vergangenen Monaten erst nach gut einer Woche an die Verbraucherschaft weitergegeben wurden, diesmal sehr schnell reagiert. Seit dem gestrigen Mittwoch hat Branchenführer ALDI die Preise für die 250-g-Packung um 20 Cent/kg angehoben und damit das Niveau für den Verbraucher wieder hergestellt. Es war davon auszugehen, dass die Wettbewerber am heutigen Donnerstag dem Preisbeispiel von Aldi folgen. Warum hätten sie auch davon abweichen sollen? Hat der eine oder andere Wettbewerber anscheinend schon! Denn am Mittwoch dieser Woche musste ALDI Süd die Preise neu auszeichnen und auf 1,39 Euro/250 g korrigieren. Trotzdem hätte sich damit auch die Marge der Lebensmittelhändler erneut erhöht.

Mit diesem Preissprung kommt es in der laufenden Woche wieder zu "sehr sonderbaren Preiskonstellationen" bei Butter: NETTO bietet die Original irische Butter Dairygold diese Woche für 1,29 Euro/250 g an, LIDL die komplette Woche Butter der Sachsenmilch für 1,39 und ab Donnerstag zusätzlich "Frau Antje aus Holland" für 1,29 Euro/250 g. Auch REWE hat die Weihenstephaner Butter in der laufenden Woche für 1,39 Euro/250 g im Angebot. Man darf schon gespannt sein, ob LIDL seine bereits vorab angekündigte Aktion für die kommende Woche umsetzt, das gesamte Buttersortiment von MEGGLE zum "Knallerpreis" von 1,11 Euro/250 g, so die Ankündigung, zu offerieren.

 

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