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Butter am Boden oder Bodenbildung erreicht?

Das laufende Jahr hat für den Butterfettmarkt bisher ausschließlich negative Meldungen gebracht. Bei insgesamt sieben Preisrunden (seit Januar) zwischen Molkereien und dem Lebensmitteleinzelhandel galt es fünf Preissenkungen bei den Eigenmarken des Handels hinzunehmen. Wenige Tage vor dem Monatswechsel mit neuen Kontrakten besteht Hoffnung, dass sich das Blatt drehen könnte.

Und das sind die nackten Zahlen des Marktes: Lagen die Abgabepreise der Molkereien im Januar noch bei 4,64 Euro/kg, sind diese bis zum noch laufenden Monat auf 3,34 Euro/kg gesunken. Für den Verbraucher bedeutete dies statt 1,69 Euro/250 g 40 Cent weniger beim Einkauf mit aktuell 1,29 Euro. Die Zeiten wie vor gerade einmal zwei Jahren, als die Molkereien mehr als 6 Euro/kg erlösten, sind bis auf weiteres wohl vorbei. An der damaligen Einschätzung, dass fetthaltige Molkereiprodukte sich wieder steigender Beliebtheit erfreuen hat sich aber nichts geändert. Zudem ist Palmöl, lange Zeit willkommenes Substitut für Rezepturen in der weiterverarbeitenden Industrie, in jüngster Vergangenheit auf die Liste der "Bäh-Produkte" gerutscht. Mit Palmöl wird Abholzen des Regenwaldes genauso verbunden wie mittlerweile von Experten die immer häufiger diskutierten Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Wer das Klima also nicht nur in einer Unterschriftenliste, sondern auch am heimischen Küchentisch schützen will, sollte durchaus mehr auf die kleingedruckten Informationen achten.

Zurück zum Markt und seinen jüngsten Tendenzen: An der Kemptener Börse haben sich auch in dieser Woche die Preise für Blockbutter gut befestigt. An der Leipziger Börse EEX wurde der Butter-Index vergangene Woche auf 3.490 Euro/t erhöht. Dies war die erste Erhöhung seit vier Monaten. Zudem haben in den letzten Wochen auch die Spotpreise für Industrierahm wieder angezogen. Einziger, wenn auch nicht zu vernachlässigender Wermutstropfen waren die Signale vom Weltmarkt:  Bei der Auktion vergangene Woche an der internationalen Plattform GDT (Global Dairy Tender) ist der aggregierte Preisindex um 0,2 Prozent zurückgegangen. Butter musste nochmals einen Abschlag von 3,4 Prozent hinnehmen.

 

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