Menü

News

(c)Lienert

Aktueller Stand private Lagerhaltung

Bereits seit 7. Mai und voraussichtlich noch bis zum 30. Juni ist bekanntlich die Möglichkeit gegeben, im Rahmen der von der EU geförderten privaten Lagerhaltung (PLH) für Magermilchpulver, Butter und Käse, den durch Corona stark beeinträchtigten Milchmarkt zu entlasten. Seit der letzten Berichterstattung vor 14 Tagen informiert der VMB erneut über den aktuellen Stand der Einlagerung auf nationaler und EU-Ebene.

Zum Stichtag 14. Juni 2020 sind bei der EU-Kommission folgende Mengen eingegangen
und registriert worden:

  • Magermilchpulver: 11.194 t, davon 5.303 t aus Deutschland
  • Butter: 50.213 t, davon 11.125 t aus Deutschland
  • Käse: 43.085 t, davon 648 t aus Deutschland

Somit sind von den möglichen 90.000 t Magermilchpulver zum Stichtag 12 Prozent der förderfähigen Menge beantragt worden. Bei Butter mit bis zu 140.000 t sind es im bisher erfassten Zeitraum fast 36 Prozent. Und bei Käse mit bis zu 100.000 t sind zum Stichtag 43 Prozent der möglichen Menge als förderfähig registriert.

Bezüglich Butter haben neben Deutschland auch die Niederlande mit 17.593 t und Irland mit 11.194 t erhebliche Mengen angemeldet. Auf diese drei Länder entfallen somit fast 80 Prozent der bisher eingelagerten Butter. Bei Magermilchpulver sind neben Deutschland mit aktuell 47 Prozent der Mengen noch die 1.825 t aus Portugal und die 2.822 t aus den Niederlanden erwähnenswert. Bei Käse gibt es im Gegensatz zu Butter und Magermilchpulver, wo das so genannte Windhundprinzip angewandt wird, für die EU-Länder spezielle Kontingente, von denen Deutschland, Frankreich und Italien den Löwenanteil zugewiesen bekommen haben. Während Deutschland mit aktuell 648 t erst 3 Prozent seines Kontingentes von 21.726 t ausgeschöpft hat, geht für Irland, Spanien, Italien, Schweden und das Vereinigte Königreich "nichts mehr"! Auch die Niederlande und Litauen haben kaum noch Spielraum.

Mittlerweile gibt es übrigens auch bereits eine Antwort aus der EU-Direktion Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der EU-Kommission auf das Anliegen Italiens, sofort die von anderen Ländern (noch) nicht genutzten Kontingente für die Einlagerung von Käse nutzen zu dürfen, damit auch ja keine Mittel verloren gehen. Dagegen haben sich aus Deutschland bekanntlich auch der Deutsche Raiffeisenverband und der Deutsche Bauernverband ausgesprochen. In der Antwort an diese beiden Verbände wurde festgehalten, dass frühestens nach Ende des geplanten Förderzeitraums, also nicht vor dem 30. Juni über die Anliegen nach Umverteilung entschieden werden wird. Bis dahin heißt es auch für das EU-Land Italien: Abwarten (und gegebenenfalls Tee trinken!).

 

Zurück zur Listenansicht

Geschäftsstelle München
Geschäftsstelle Schwaben
Geschäftsstelle Nordbayern